Um ehrlich zu sein find ich die Interesselosigkeit von SI bezüglich des Vertriebs in De/Ö fast eine Unverschämtheit.
Für den Vertrieb ist aber Sega zuständig, wenn ich nicht irre. Ich habe dazu folgende Meinung:
Der FM wird bei uns nie ein Massenprodukt werden können. Die Gründe habe ich oben mehrfach genannt. Was mich aber auch ärgert: Wenn man das Spiel wenigstens in die Läden stellen würde und hier und da mal mit den unumstößlichen Stärken des Spiels Werbung machen würde, wäre auch noch der eine oder andere Randgruppen-Fussballmanager-Freak (wie wir) zu ködern. Nicht nur, dass man den einen oder anderen Gelegenheitskäufer erwischen würde, auch hätten Leute wie ich, die bis vor gut einem Jahr trotz jahrzehntelanger Fussballmanager-Abhängigkeit nie was vom FM gehört hatten, eine Chance, darauf aufmerksam zu werden.
Dazu gehören für mich zwei Dinge:
1.
Werbung: Ob Einkaufen in Spielzeitschriften nun unmoralisch ist oder nicht, ohne diesen Weg geht es nicht. Warum finde ich sogar in der Vereinszeitung vom VfL Bochum einen Testbericht zum hyperrealistischen Fussballmanager von EA, aber nichts vom wirklichen Branchenführer? Kein Mensch kann sich ein Urteil bilden, wenn er das Spiel nicht kennt.
Der FM hat Schwächen in der Optik, die sind einfach nicht von der Hand zu weisen. Uns stört das nicht, aber wir haben das Jahr 2005 und die Erwartung an die Optik eines Managerspiel ist nicht mehr die vom Fussball Manager Professional aus dem Jahre 1992. Dann muss man eben die Not zur Tugend machen und speziell für die geniale 2D-Engine Werbung machen. Die Leute sollen sehen, dass dies nicht die Verlegenheitslösung eines Billigprojektes ist sondern die momentan einzig mögliche Darstellung eines wirklich realistisch simulierten Fussballspiels mit allem Drum und Dran (Fouls, Meckereien, etc.)
2.
Die Verpackung: Ich wiederhole mich auch hier wieder: Bilder, auf denen man nichts erkennen kann und eine Schrift, für die man eine Lupe braucht... Wer schon so auf seiner Verpackung anfängt, verschreckt auch den letzten Interessierten, der einen Wechsel von bunter Action zu ernsthafter Simulation sucht. Grün in grün mag in England funktionieren, aber gewisse Dinge müssen auch den unterschiedlichen Geschmäckern der Märkte angepasst werden, dazu gehören für mich die Gestaltung der Verpackung und Wahl von spielinternen Farben und Schriften.