Das Grundrecht des einen hört da auf, wo das des anderen anfängt. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit steht ein bisschen weiter oben.
Das hatten wir ja schon und da würde ich, in bestimmten Berufen unter bestimmten Voraussetzungen, fast noch Verständnis haben für deine Vorstellung.
Das Gleiche wie die Geimpften natürlich. Wie Henning schon sagte: die Gruppe der Menschen, die sich nicht impfen lassen kann, muss durch die Herde geschützt werden. Das funktioniert aber nicht, wenn es an jeder Ecke schwarze Schafe gibt, mal bildlich gesprochen.
Diese Gruppe könnte doch generell einfach vorsichtiger durch die Welt gehen wie du es ja später schreibst.
Natürlich verliert diese Gruppe keine Rechte. Und ja, diejenigen dürfen das Gleiche. Aber: jemand, der sich nicht impfen lassen kann, wird viel vorsichtiger durch die Welt gehen müssen (zb im Zug sitzen), wenn er weiß, dass ein Ungeimpfter unwissentlich neben ihm sitzen kann. Denn die Leute, die sich nicht impfen lassen können, sind ganz oft eben auch in der Risikogruppe (Beispiel: Menschen mit Transplantaten). Das schränkt die Lebensqualität dieser Gruppe dann noch mehr ein.
So wie du das schreibst scheinst du davon auszugehen das die Gruppe die man nicht impfen kann sich nicht gegenseitig anstecken könnte sondern das die Gefahr nur von Ungeimpften oder Impfverweigerern ausgeht. Wenn ich also Impfverweigerern ihre Rechte entziehe und aus dem öffentlichen Teil aussperre damit die Nichtimpfbaren wieder am öffentlichen Leben teilhaben können muss die Herde doch dafür sorgen das sich eben die Nichtimpfbaren nicht gegenseitig mit dem Virus anstecken.
Wie soll das gehen?
"Herdenimmunität (von englisch herd immunity) bezeichnet in der Epidemiologie eine indirekte Form des Schutzes vor einer ansteckenden Krankheit, der entsteht, wenn ein hoher Prozentsatz einer Population bereits immun geworden ist – sei es durch Infektion oder durch Impfung –, sodass sich die Ausbreitungsmöglichkeiten des Erregers innerhalb der Population insgesamt vermindern. Daraus ergibt sich indirekt ein erhöhter Schutz auch für die nicht-immunen Individuen. Der Begriff ist deutlich zu unterscheiden von dem der individuellen Immunität. "https://de.wikipedia.org/wiki/Herdenimmunit%C3%A4tEs geht nicht darum, das sich der einzelne ansteckt oder nicht. Es geht darum, dass der Umlauf der Krankheit gestoppt wird. Krankenheiten wie Pocken und Polio kommen bei uns nicht mehr vor, weil wir durchgeimpft sind. Genau so wie Tetanus keine große Rolle mehr spielt. Es ist traurig, dass wir heute mit der Gefahr leben, dass manche dieser Krankheiten wieder zurückkommen, weil unsere Gesellschaft impffaul wird. Wahrscheinlich muss erst wieder eine hohe Sterblichkeitsrate bei Kindern herschen, bevor sich das ändert.
Es geht absolut nicht in die Richtung, dass drei Ungeimpfte in einen Raum gehen und was dann passiert. Es geht darum, dass drei ungeimpfte in eine Raum gehen und die Krankheit nicht haben, weil ihre Übertragung durch die Herdenimmunität so weit verlangsamt wurde.
Aber jeder, der sich impfen lassen könnte und es nicht tut verhindert diesen Prozess. Die, die sich nicht impfen lassen können sind die Opfer davon.
Worum geht es dir eigentlich?
Es gibt keine Impflicht und es geht, wie DeDaim schon sagte, darum, dass geimpfte Personen eventuell früher ihre Rechte zurückbekommen. Das könnte alleine durch Verhältnismäßigkeit erklärt werden. Auch wenn das hier immer so geschrieben wird, es geht nicht darum, dass ungeimpften Personen Reche entzogen werden. Uns allen sind Rechte entzogen und die Frage ist, unter welchen Umständen man sie zurück erhält.
Ansonsten sehe ich immer wieder nur das Ablehnen eines Solidaritätsgedanken. Soll halt jeder mit seinem Problem selbst zurechkommen. Ich bin ja geimpft und jeder andere wie er eben mag und kann. Das läuft halt unter Meinungsfreiheit.