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Autor Thema: Allgemeine Nachrichten  (Gelesen 1515648 mal)

DragonFox

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11280 am: 05.März 2021, 21:09:10 »

Die Zulassung der Impfstoffe durch die EMA und damit der gesamte Zulassungsprozess müsste eine Quelle sein. Wenn es ein erhöhtes Risiko bei der Impfung gäbe, wäre sie wohl nicht zugelassen.
Es seiden man hinterfragt das gesamte System der Zulassung.
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Henningway

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11281 am: 05.März 2021, 23:25:13 »

Haben sie doch? Zumindest Hydroxychloroquin wurde im Zuge von Trumps Covid-Erkrankung ausführlich behandelt. Und z.B. im NDR-Podcast wird auch gelegentlich auf neue Medikamente bzw. Studien dazu eingegangen. Da hatte ich nicht den Eindruck, dass Drosten oder Ciesek eines davon für DIE Lösung gehalten haben. Aber ist schon richtig, die Behandlung von Covid ist ein eher unterrepräsentierter Faktor. Vielleicht ja, weil es da eben nicht viel Neues gibt?

Ohne allzu tief in der Materie drinzustecken, meine ich aber, dass bei Hydroxychloroquin die Wirksamkeit bei Covid-19 bislang nicht belegt werden konnte. Bitte sieh es mir nach, dass ich mir nicht zig Studien durchlese, die du hier verlinkst. Da habe ich weder die Zeit zu, noch könnte ich das methodisch oder inhaltlich bewerten. Du denn?

Es gibt aktuell nur ein einziges Medikament, das vielversprechend ist: Dexamethason. Es gibt noch eine Reihe Immunococktails, die aber noch nicht hinreichernd evaluiert wurden. Hydroxychloroquin verschlimmert den Krankheitsverlauf sogar. Das vielversprechende Remdesivir zeigt keinen Vorteil gegenüber Placebo.
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Henningway

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11282 am: 05.März 2021, 23:28:36 »

Es ist nachgewiesen, dass Impfungen helfen, es gibt kein erhöhtes Risiko bei der Impfung, insbesondere in Relation zu Langzeitfolgen von Corona.

Sorry für den Doppelpost. Mit dem Smartphone ist es so aber einfacher.

@Ensi: Hast du zu dieser Aussage eine Quelle? Studie?

https://www.vfa.de/de/englische-inhalte/vaccines-to-protect-against-covid-19
https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2034577
https://www.nature.com/articles/d41586-020-00502-w
https://www.sciencenews.org/article/coronavirus-covid-19-pfizer-vaccine-may-reduce-transmission

Migi, mit nur fünf Minuten Suche habe ich drei der namhaftesten Quellen aufgetan. Das hättest Du auch schaffen können.

Edit: ich bin seit Jahren Abonnent des hyperkritischen Arzneitelegramms. Die schreiben zu Comirnaty (BioNTech):

Zitat
Gemäß ersten Einschätzungen von Gesundheitsbehörden kommt es bei etwa 1 von 100.000 Personen nach Erstdosierung des COVID-19-Impfstoffs

BNT162b2 (COMIRNATY) zu Anaphylaxie, einer potenziell lebensbedrohlichen, aber behandelbaren akuten Überempfindlichkeitsreaktion.

Bei der Mehrzahl tritt die Reaktion innerhalb von 15 bis 30 Minuten nach Impfung auf. In Einzelfällen sind jedoch auch Intervalle von mehreren Stunden beschrieben.

Bei der Mehrzahl der Betroffenen sind Allergien in der Vorgeschichte bekannt.

Auch unter dem

COVID-19-Impfstoff von Moderna ist inzwischen Anaphylaxie beschrieben. Deren Häufigkeit ist noch unklar.

Alle Impflinge müssen mindestens 15 Minuten nach der Injektion nachbeobachtet werden, adäquate Arzneimittel und Ausrüstungen zur Notfalltherapie müssen verfügbar sein.

Und zu dem "verrufenen" Impfstoff von AstraZeneca (den ich selbst erhalten habe):

Zitat
Seit Ende Januar ist der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca (

AZD1222) in der EU für Erwachsene ab 18 Jahre ohne obere Altersbegrenzung bedingt zugelassen. Es handelt sich dabei um einen Vektorimpfstoff, der auf einem nicht vermehrungsfähigen Schimpansen-Adenovirus basiert, in dessen Genom der Bauplan für das Spike-Protein von SARS-CoV-2 eingefügt wurde.

AZD1222 mindert in einer gepoolten Auswertung von zwei laufenden randomisierten Studien bei den etwa 10.500 analysierten Teilnehmern nach zweimaliger Immunisierung im Abstand von vier bis zwölf Wochen die Zahl symptomatischer SARS-CoV-2-Infektionen um 60%. Ein längeres Dosisintervall scheint dabei nach explorativen Post-hoc-Analysen effektiver zu sein.

Hospitalisierungen und schwere Verläufe werden – bei allerdings sehr begrenzten Daten – offenbar vollständig verhindert (0 versus 14).

Es deutet sich an, dass AZD1222 die Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 zu einem gewissen Grad mindern könnte.

Für eine Beurteilung der Effektivität bei über 55-Jährigen reichen die Daten auch nach Einschätzung der EMA derzeit nicht aus. Hierzulande wird AZD1222 von der STIKO allerdings bis zu einem Alter von 64 Jahren empfohlen.

Wie bei den mRNA-Impfstoffen ist mit Lokalreaktionen, insbesondere Druckempfindlichkeit und Schmerz an der Injektionsstelle, bei bis zu 70% zu rechnen. Systemische Reaktionen wie Müdigkeit, Kopfschmerz, Krankheitsgefühl und Myalgie treten ebenfalls bei bis zu 70% auf und werden von bis zu 8% als schwer eingestuft – obwohl die Mehrzahl der Teilnehmer laut Protokoll prophylaktisch hochdosiert Parazetamol (BEN-U-RON, Generika) einnehmen sollte.

In den Studien erkranken unter AZD1222 zwei Patienten an transverser Myelitis, bei einem wird später eine vorbestehende, zuvor nicht erkannte Multiple Sklerose diagnostiziert. Unter dem als Kontrolle verabreichten Meningokokken-Konjugatimpfstoff (MENVEO u.a.) tritt ebenfalls eine transverse Myelitis auf.

Angesichts der beim derzeitigen Kenntnisstand guten Wirksamkeit von AZD1222 gegen schwerere Verläufe von COVID-19 erachten wir den Vektorimpfstoff als geeignet für den individuellen Impfschutz vor allem von 18- bis 55-Jährigen und bewerten ihn als relevanten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie. Die mRNA-Impfstoffe sollten aktuell der Hochrisikogruppe der alten Menschen vorbehalten bleiben. Personen im Alter von 56 bis 64 Jahren, für die die Vakzine hierzulande ebenfalls empfohlen wird und für die derzeit kein alternativer Impfstoff angeboten wird, müssen nach Aufklärung über die fehlenden Daten zum klinischen Nutzen abwägen, ob sie sich dennoch mit AZD1222 immunisieren lassen oder – für einen ungewissen Zeitraum – ungeimpft bleiben möchten, bis mehr Daten vorliegen oder das Angebot an Impfstoffen eine freie Auswahl ermöglicht.

Neben den offenen Fragen bei allen drei derzeit zugelassenen COVID-19-Impfstoffen beispielsweise zur Dauer des Schutzes und zu potenziellen bislang unbekannten schwerwiegenden Risiken müssen auch Sicherheit und Effektivität von sequenziellen Kombinationen verschiedener Impfstofftypen geklärt werden.

« Letzte Änderung: 05.März 2021, 23:33:50 von Henningway »
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juve2004

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11283 am: 06.März 2021, 10:03:26 »


Es ist nachgewiesen, dass Impfungen helfen, es gibt kein erhöhtes Risiko bei der Impfung, insbesondere in Relation zu Langzeitfolgen von Corona. Wenn jemand sich nicht impfen lassen möchte und somit darauf setzt, dass schon genug andere das für ihn erledigen (Stichwort Herdenimmunität), dann handelt er egoistisch und zum Schaden der Gesellschaft. Kann man machen, macht jeder in irgendwelchen Bereichen, Raucher beispielsweise gewissermaßen auch, man muss sich dem dann halt stellen. Sei es, dass Leute das asozial finden, sei es, dass man dann mitverantwortlich ist, wenn eine Pandemie länger andauert als notwendig.

Welchen Schaden hat denn die Gesellschaft nun genau? Die Geimpften selbst sind doch durch die Impfung sicher und brauchen sich nicht mehr vor einer Ansteckung zu fürchten und die Impfverweigerer, ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten, dezimieren sich doch selbst
Zitat
Die weltweite Sterblichkeitsrate unter Patienten auf Intensivstationen lag im März 2020 bei 59,5 Prozent, sank im Mai auf 41,6 Prozent und bis September auf 35,5 Prozent.
https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/so-oft-sterben-covid-19-intensivpatienten-im-weltweiten-vergleich/


No-Covid bedeutet in erster Linie, die Zahlen so gering zu halten, dass man die Fälle, die es dennoch noch gibt, nachverfolgen kann, sodass es lokale Bereiche ohne Covid-Erkrankungen gibt.

Hm also bedeutet, nach deiner Erklärung,  "No-Covid" gar nicht das man die Fälle der Neuinfektionen auf Null bringen will?
Wer liegt da falsch?
Zitat
Kernpunkte:Die NO-COVID-Strategie zielt darauf ab, Neuinfektionen, Todesfälle und weitere bundesweite Lockdowns zu vermeiden. Sie besteht aus drei Kernelementen:
1. ein schnelles Absenken der Infektionszahlen auf Null,
2. die Vermeidung der Wiedereintragung in hierdurch errichtete Grüne Zonen durch lokale Mobilitätskontrollen, Tests und Quarantänen,
3. ein rigoroses Ausbruchsmanagement bei sporadischem Auftreten neuer Fälle.
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/no-covid-strategie-123226

Wieso ein saudämliches rechtes Narrativ von Wieler da etwas dran ändern soll, erschließt sich mir überhaupt nicht. Zumal es nachvollziehbar wäre, wenn beispielsweise in Flüchtlingsheimen Menschen eher erkranken.
1. wer sagt was von Flüchtlingen? (Flüchtlinge <-> Flüchtlingsheime)
2. leben "Flüchtlinge" nicht nur in Flüchtlingsheimen! (In meiner Stadt gibt es nicht mal mehr eins)
3. gehts um die Sprachbarriere, und um die Flüchtlinge aufzugreifen, bei einer "No-Covid"-Strategie, wo man möglicherweise erstmal alles komplett dicht machen muss, kann man doch kaum Sprachkurse qualitativ hochwertig anbieten und/oder fortführen um diesen Menschen die nötige Aufklärung, die bei den Covid-19 Gefahren benötigt wird zu bieten.

Zitat
Tatsächlich jedoch gibt es dazu keine belastbaren Zahlen. Dennoch zeigen die Beobachtungen möglicherweise ein bisher wenig beachtetes Problem. Denn Experten sagen und Studien zeigen: Sozial Benachteiligte, insbesondere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, haben ein deutlich höheres Infektionsrisiko. Die Gründe dafür sind vielfältig und haben mit den oft zitierten "Parallelgesellschaften" nur wenig zu tun. Aber der Reihe nach.

Im Gespräch mit ZDFheute bekräftigt Thomas Voshaar, Leiter der Lungenklinik Moers, seine Beobachtungen: "In Telefonaten haben mir einige befreundete Intensivmediziner und Lungenärzte berichtet, dass Menschen mit Migrationshintergrund auf ihren Intensivstationen überrepräsentiert sind. Die Zahlen waren sehr unterschiedlich, etwa zwischen 50 und 90 Prozent. So was schwankt aber auch natürlich entsprechend den Ausbrüchen in Clustern." Auch in seiner Klinik habe er diese Situation beobachtet.

Zitat
"Focus Online" zitiert mehrere Ärzte, die anonym bleiben möchten: Der "weit überwiegende Anteil der therapiepflichtigen Patienten" habe einen Migrationshintergrund gehabt. Ein ähnliches Bild zeichnet auch der "Tagesspiegel" aus Berlin, in Österreich zitiert die Tageszeitung "Die Presse" den Wiener Klinikarzt Burkhard Gustorff mit den Worten "60 Prozent unserer Intensivpatienten haben Migrationshintergrund".

Zitat
"Menschen mit Migrationsgeschichte sind häufiger in Berufen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko tätig. Auch in Deutschland arbeiten sie überproportional häufig in der Pflege und im Gesundheitssystem", sagt Aleksandra Lewicki, die an der University of Sussex zu institutioneller Diskriminierung, Gleichstellungspolitik und politischer Mobilisierung forscht, in einem Interview mit dem "Mediendienst Integration".

Dazu komme, dass Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland gesundheitlich weniger gut versorgt seien. Der Berliner Senat hat erst kürzlich eine Studie veröffentlicht, die den Zusammenhang von prekären Wohnverhältnissen und dem Risiko für eine Infektion belegt: "Je höher der Anteil der Arbeitslosen beziehungsweise Transferbeziehenden in den Bezirken ist, desto höher ist die Covid-19-Inzidenz", heißt es.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-intensivstation-patienten-migrationshintergrund-100.html

4. sollten wir vll. auch mal aufhören ständig irgendwo rechte Tendenzen hinter jedem Wort und Satz zu suchen, wenn bestimmte Themen zum Tabu erklärt werden müssen weil irgendwelche Gutmenschen ständig Schnappatmung bekommen wenn Probleme und bestimmte Gruppen in Zusammenhang gebracht werden lösen wir nie Probleme die damit in Zusammenhang stehen
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DragonFox

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11284 am: 06.März 2021, 10:18:35 »

Welchen Schaden hat denn die Gesellschaft nun genau? Die Geimpften selbst sind doch durch die Impfung sicher und brauchen sich nicht mehr vor einer Ansteckung zu fürchten und die Impfverweigerer, ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten, dezimieren sich doch selbst

Wenn man den Teil der Gesellschaft, der den Schaden erleiden würde, ausschließt und hinnimmt, dass er mit den Impfverweigeren mitdezimiert wird, dann wird natürlich niemandem geschadet.
Gibt auch kein Grund für Blindenampeln an Straßen, wenn man die Blinden in der Überlegung ausschließt.
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11285 am: 06.März 2021, 10:34:56 »


Es ist nachgewiesen, dass Impfungen helfen, es gibt kein erhöhtes Risiko bei der Impfung, insbesondere in Relation zu Langzeitfolgen von Corona. Wenn jemand sich nicht impfen lassen möchte und somit darauf setzt, dass schon genug andere das für ihn erledigen (Stichwort Herdenimmunität), dann handelt er egoistisch und zum Schaden der Gesellschaft. Kann man machen, macht jeder in irgendwelchen Bereichen, Raucher beispielsweise gewissermaßen auch, man muss sich dem dann halt stellen. Sei es, dass Leute das asozial finden, sei es, dass man dann mitverantwortlich ist, wenn eine Pandemie länger andauert als notwendig.

Welchen Schaden hat denn die Gesellschaft nun genau? Die Geimpften selbst sind doch durch die Impfung sicher und brauchen sich nicht mehr vor einer Ansteckung zu fürchten und die Impfverweigerer, ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten, dezimieren sich doch selbst
Zitat
Die weltweite Sterblichkeitsrate unter Patienten auf Intensivstationen lag im März 2020 bei 59,5 Prozent, sank im Mai auf 41,6 Prozent und bis September auf 35,5 Prozent.
https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/so-oft-sterben-covid-19-intensivpatienten-im-weltweiten-vergleich/


No-Covid bedeutet in erster Linie, die Zahlen so gering zu halten, dass man die Fälle, die es dennoch noch gibt, nachverfolgen kann, sodass es lokale Bereiche ohne Covid-Erkrankungen gibt.

Hm also bedeutet, nach deiner Erklärung,  "No-Covid" gar nicht das man die Fälle der Neuinfektionen auf Null bringen will?
Wer liegt da falsch?
Zitat
Kernpunkte:Die NO-COVID-Strategie zielt darauf ab, Neuinfektionen, Todesfälle und weitere bundesweite Lockdowns zu vermeiden. Sie besteht aus drei Kernelementen:
1. ein schnelles Absenken der Infektionszahlen auf Null,
2. die Vermeidung der Wiedereintragung in hierdurch errichtete Grüne Zonen durch lokale Mobilitätskontrollen, Tests und Quarantänen,
3. ein rigoroses Ausbruchsmanagement bei sporadischem Auftreten neuer Fälle.
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/no-covid-strategie-123226

Wieso ein saudämliches rechtes Narrativ von Wieler da etwas dran ändern soll, erschließt sich mir überhaupt nicht. Zumal es nachvollziehbar wäre, wenn beispielsweise in Flüchtlingsheimen Menschen eher erkranken.
1. wer sagt was von Flüchtlingen? (Flüchtlinge <-> Flüchtlingsheime)
2. leben "Flüchtlinge" nicht nur in Flüchtlingsheimen! (In meiner Stadt gibt es nicht mal mehr eins)
3. gehts um die Sprachbarriere, und um die Flüchtlinge aufzugreifen, bei einer "No-Covid"-Strategie, wo man möglicherweise erstmal alles komplett dicht machen muss, kann man doch kaum Sprachkurse qualitativ hochwertig anbieten und/oder fortführen um diesen Menschen die nötige Aufklärung, die bei den Covid-19 Gefahren benötigt wird zu bieten.

Zitat
Tatsächlich jedoch gibt es dazu keine belastbaren Zahlen. Dennoch zeigen die Beobachtungen möglicherweise ein bisher wenig beachtetes Problem. Denn Experten sagen und Studien zeigen: Sozial Benachteiligte, insbesondere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, haben ein deutlich höheres Infektionsrisiko. Die Gründe dafür sind vielfältig und haben mit den oft zitierten "Parallelgesellschaften" nur wenig zu tun. Aber der Reihe nach.

Im Gespräch mit ZDFheute bekräftigt Thomas Voshaar, Leiter der Lungenklinik Moers, seine Beobachtungen: "In Telefonaten haben mir einige befreundete Intensivmediziner und Lungenärzte berichtet, dass Menschen mit Migrationshintergrund auf ihren Intensivstationen überrepräsentiert sind. Die Zahlen waren sehr unterschiedlich, etwa zwischen 50 und 90 Prozent. So was schwankt aber auch natürlich entsprechend den Ausbrüchen in Clustern." Auch in seiner Klinik habe er diese Situation beobachtet.

Zitat
"Focus Online" zitiert mehrere Ärzte, die anonym bleiben möchten: Der "weit überwiegende Anteil der therapiepflichtigen Patienten" habe einen Migrationshintergrund gehabt. Ein ähnliches Bild zeichnet auch der "Tagesspiegel" aus Berlin, in Österreich zitiert die Tageszeitung "Die Presse" den Wiener Klinikarzt Burkhard Gustorff mit den Worten "60 Prozent unserer Intensivpatienten haben Migrationshintergrund".

Zitat
"Menschen mit Migrationsgeschichte sind häufiger in Berufen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko tätig. Auch in Deutschland arbeiten sie überproportional häufig in der Pflege und im Gesundheitssystem", sagt Aleksandra Lewicki, die an der University of Sussex zu institutioneller Diskriminierung, Gleichstellungspolitik und politischer Mobilisierung forscht, in einem Interview mit dem "Mediendienst Integration".

Dazu komme, dass Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland gesundheitlich weniger gut versorgt seien. Der Berliner Senat hat erst kürzlich eine Studie veröffentlicht, die den Zusammenhang von prekären Wohnverhältnissen und dem Risiko für eine Infektion belegt: "Je höher der Anteil der Arbeitslosen beziehungsweise Transferbeziehenden in den Bezirken ist, desto höher ist die Covid-19-Inzidenz", heißt es.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-intensivstation-patienten-migrationshintergrund-100.html

4. sollten wir vll. auch mal aufhören ständig irgendwo rechte Tendenzen hinter jedem Wort und Satz zu suchen, wenn bestimmte Themen zum Tabu erklärt werden müssen weil irgendwelche Gutmenschen ständig Schnappatmung bekommen wenn Probleme und bestimmte Gruppen in Zusammenhang gebracht werden lösen wir nie Probleme die damit in Zusammenhang stehen

Dann sollte man vielleicht mal aufhören, ständig rechte Narrative und rechten Sprech zu bedienen.
Der Begriff „Gutmensch“ gehört hier übrigens dazu.
If it looks, walks and quaks like a duck, und so weiter.

Wie DragonFox schon sagte: der Inklusionsgedanke fehlt hier leider völlig.
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juve2004

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11286 am: 06.März 2021, 11:00:44 »

Welchen Schaden hat denn die Gesellschaft nun genau? Die Geimpften selbst sind doch durch die Impfung sicher und brauchen sich nicht mehr vor einer Ansteckung zu fürchten und die Impfverweigerer, ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten, dezimieren sich doch selbst

Wenn man den Teil der Gesellschaft, der den Schaden erleiden würde, ausschließt und hinnimmt, dass er mit den Impfverweigeren mitdezimiert wird, dann wird natürlich niemandem geschadet.
Gibt auch kein Grund für Blindenampeln an Straßen, wenn man die Blinden in der Überlegung ausschließt.
Welchen Teil der Gesellschaft meinst du genau? Bisher wurde immer von Schaden für die Gesellschaft oder Teilen davon erzählt aber noch nicht genau benannt wer oder was damit gemeint ist.
Blindenampeln stören niemanden , Impfverweigerer stören auch niemanden was du jetzt genau damit ausdrücken wolltest hab ich noch nicht durchschaut.



Dann sollte man vielleicht mal aufhören, ständig rechte Narrative und rechten Sprech zu bedienen.
Der Begriff „Gutmensch“ gehört hier übrigens dazu.
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Wie DragonFox schon sagte: der Inklusionsgedanke fehlt hier leider völlig.

Was war zuerst da: die Henne oder das Ei?
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11287 am: 06.März 2021, 11:06:24 »

Zitat
Dann sollte man vielleicht mal aufhören, ständig rechte Narrative und rechten Sprech zu bedienen.
Der Begriff „Gutmensch“ gehört hier übrigens dazu.
If it looks, walks and quaks like a duck, und so weiter.

Wie DragonFox schon sagte: der Inklusionsgedanke fehlt hier leider völlig.

Jo, aber Juve hat trotzdem recht, wenn er sagt, dass hier einige teilweise sofort Schnappatmung bekommen, wenn was nicht auf den Punkt formuliert ist. Von daher könnten wir uns an der ein oder anderen Stelle schon abgewöhnen, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Zumal im konkreten Fall ja mit einer Erklärung nachgelegt wurde (Danke dafür).

@juve: Was mich an deinem Posting trotzdem ärgert, ist folgender Satz:
Zitat
ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten
Aber genau um die geht es doch. Meine Tochter z.B. kann, Stand jetzt, nicht geimpft werden. Von daher wäre ich froh, die Impfquote in der Bevölkerung wäre im November (da kommt sie in die Kita) so hoch, dass ein Ausbruch in der Kita sehr unwahrscheinlich ist. Das mal als anekdotisches Beispiel. Und ja, mir ist bewusst, dass sie als Kleinkind ein super niedriges Risiko hat, überhaupt mehr als einen Schnupfen zu entwickeln.

Will sagen: Es sind sehr viele Menschen, die (noch) nicht geimpft sind und die kannst du nicht einfach ausklammern. Insofern stören Impfverweigerer sehr wohl und verhaltensich asozial, weil sie ein Risiko für ihre Mitmenschen darstellen, solange nicht ausreichend Immunität in der Bevölkerung besteht, um die vulnerablen, nicht-impfbaren Gruppen zu schützen.
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juve2004

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11288 am: 06.März 2021, 11:12:14 »


@juve: Was mich an deinem Posting trotzdem ärgert, ist folgender Satz:
Zitat
ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten
Aber genau um die geht es doch. Meine Tochter z.B. kann, Stand jetzt, nicht geimpft werden. Von daher wäre ich froh, die Impfquote in der Bevölkerung wäre im November (da kommt sie in die Kita) so hoch, dass ein Ausbruch in der Kita sehr unwahrscheinlich ist. Das mal als anekdotisches Beispiel. Und ja, mir ist bewusst, dass sie als Kleinkind ein super niedriges Risiko hat, überhaupt mehr als einen Schnupfen zu entwickeln.

Will sagen: Es sind sehr viele Menschen, die (noch) nicht geimpft sind und die kannst du nicht einfach ausklammern. Insofern stören Impfverweigerer sehr wohl und verhaltensich asozial, weil sie ein Risiko für ihre Mitmenschen darstellen, solange nicht ausreichend Immunität in der Bevölkerung besteht, um die vulnerablen, nicht-impfbaren Gruppen zu schützen.
Danke für den Hinweis, so habe ich das nämlich nicht bedacht sondern eben nur das ich geimpft und safe bin.
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DragonFox

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11289 am: 06.März 2021, 11:15:13 »

Welchen Schaden hat denn die Gesellschaft nun genau? Die Geimpften selbst sind doch durch die Impfung sicher und brauchen sich nicht mehr vor einer Ansteckung zu fürchten und die Impfverweigerer, ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten, dezimieren sich doch selbst

Wenn man den Teil der Gesellschaft, der den Schaden erleiden würde, ausschließt und hinnimmt, dass er mit den Impfverweigeren mitdezimiert wird, dann wird natürlich niemandem geschadet.
Gibt auch kein Grund für Blindenampeln an Straßen, wenn man die Blinden in der Überlegung ausschließt.
Welchen Teil der Gesellschaft meinst du genau? Bisher wurde immer von Schaden für die Gesellschaft oder Teilen davon erzählt aber noch nicht genau benannt wer oder was damit gemeint ist.
Blindenampeln stören niemanden , Impfverweigerer stören auch niemanden was du jetzt genau damit ausdrücken wolltest hab ich noch nicht durchschaut.


Ich bin kein Mediziner, der sicher eine vollständigere Liste liefern könnte.... Aber Menschen die sich entweder gar nicht oder nur unter Komplikationen impfen lassen können oder bei denen es noch nicht klar ist, ob sie geimpft werden können sind zum Beispiel:
Schwangere, Menschen unter 16, Menschen mit Krebserkankungen, Menschen die allergisch auf Impfungen reagieren, Menschen mit Immunschwächen und Autoimmunerkrankung, Menschen die Gerinnungshemmer einnehmen oder Menschen mit Trisomie 21.
Kurz gesagt, Menschen die davon abhängig sind, dass ihre Mitmenschen geimpft sind, um eine Herdenimmunität aufzubauen, in der sie mitlaufen können.

Abgesehen von den direkt betroffenen Menschen sind da noch die jeweiligen Angehörige. Man könnte noch weiter gehen und sagen, dass eine Gesellschaft, die ihre Minderheiten und zu schützenden Mitglieder nicht schütz und inkludiert schlechter ist, als eine die das macht. Aber das kann jeder sehen wie er will.
Ich hoffe zumindest, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir diese Menschen nicht mit den Impfverweigeren stehenden Auges "mitdezimieren" lassen.

Edit: Deswegen der Ampelvergleich. Wenn man die Betroffenen aus der Gleichung rausnimmt braucht es nie Maßnahmen.
« Letzte Änderung: 06.März 2021, 11:17:23 von DragonFox »
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DragonFox

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11290 am: 06.März 2021, 11:24:51 »

Zitat
Dann sollte man vielleicht mal aufhören, ständig rechte Narrative und rechten Sprech zu bedienen.
Der Begriff „Gutmensch“ gehört hier übrigens dazu.
If it looks, walks and quaks like a duck, und so weiter.

Wie DragonFox schon sagte: der Inklusionsgedanke fehlt hier leider völlig.

Jo, aber Juve hat trotzdem recht, wenn er sagt, dass hier einige teilweise sofort Schnappatmung bekommen, wenn was nicht auf den Punkt formuliert ist. Von daher könnten wir uns an der ein oder anderen Stelle schon abgewöhnen, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Zumal im konkreten Fall ja mit einer Erklärung nachgelegt wurde (Danke dafür).

@juve: Was mich an deinem Posting trotzdem ärgert, ist folgender Satz:
Zitat
ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten
Aber genau um die geht es doch. Meine Tochter z.B. kann, Stand jetzt, nicht geimpft werden. Von daher wäre ich froh, die Impfquote in der Bevölkerung wäre im November (da kommt sie in die Kita) so hoch, dass ein Ausbruch in der Kita sehr unwahrscheinlich ist. Das mal als anekdotisches Beispiel. Und ja, mir ist bewusst, dass sie als Kleinkind ein super niedriges Risiko hat, überhaupt mehr als einen Schnupfen zu entwickeln.

Will sagen: Es sind sehr viele Menschen, die (noch) nicht geimpft sind und die kannst du nicht einfach ausklammern. Insofern stören Impfverweigerer sehr wohl und verhaltensich asozial, weil sie ein Risiko für ihre Mitmenschen darstellen, solange nicht ausreichend Immunität in der Bevölkerung besteht, um die vulnerablen, nicht-impfbaren Gruppen zu schützen.

Das mit der Goldwaage sehe ich auch so.
Ich sehe auch nicht, dass Prof. Dr. Wieler da ein rassistisches Narrative nutzt. Wenn es so ist, dass eine Bevölkerungsgruppe, die 5% der Gesamtbevölkerung ausmacht, über 50% der Intensivbelegung wegen Corona ausmacht, dann darf man das ruhig mal als auffällige Statistik melden und ansprechen. Das ist dann erstmal ein Fakt der im Raum steht und dann fangen die Narrative an.
Da kann dann jeder alles mögliche reininterpretieren.... Aber man könnte auch darüber nachdenken, wie man die eventuelle Sprachbarriere druchdringt, die Menschen erreicht, aufklärt und damit schützt. Wenn man es ignoriert, nimmt man einfach hin, dass 5% der Bevölkerung überproportional stark unter Corona leidet.
« Letzte Änderung: 06.März 2021, 11:28:03 von DragonFox »
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juve2004

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11291 am: 06.März 2021, 11:29:01 »


Ich bin kein Mediziner, der sicher eine vollständigere Liste liefern könnte.... Aber Menschen die sich entweder gar nicht oder nur unter Komplikationen impfen lassen können oder bei denen es noch nicht klar ist, ob sie geimpft werden können sind zum Beispiel:
Schwangere, Menschen unter 16, Menschen mit Krebserkankungen, Menschen die allergisch auf Impfungen reagieren, Menschen mit Immunschwächen und Autoimmunerkrankung, Menschen die Gerinnungshemmer einnehmen oder Menschen mit Trisomie 21.
Kurz gesagt, Menschen die davon abhängig sind, dass ihre Mitmenschen geimpft sind, um eine Herdenimmunität aufzubauen, in der sie mitlaufen können.

Abgesehen von den direkt betroffenen Menschen sind da noch die jeweiligen Angehörige. Man könnte noch weiter gehen und sagen, dass eine Gesellschaft, die ihre Minderheiten und zu schützenden Mitglieder nicht schütz und inkludiert schlechter ist, als eine die das macht. Aber das kann jeder sehen wie er will.
Ich hoffe zumindest, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir diese Menschen nicht mit den Impfverweigeren stehenden Auges "mitdezimieren" lassen.

Edit: Deswegen der Ampelvergleich. Wenn man die Betroffenen aus der Gleichung rausnimmt braucht es nie Maßnahmen.

Jetzt hab ich verstanden was du meinst, man sieht manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht selbst wenn man mittendrin steht.


Aber da tut sich ja ein weiteres Problem auf, was immer wieder im Raum steht, wenn Ungeimpfte von bestimmten Aktivitäten ausgeschlossen werden weil sie ungeimpft sind (z.B. Iventim, Reisen, Urlaub...)
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11292 am: 06.März 2021, 11:38:18 »

Zitat
Dann sollte man vielleicht mal aufhören, ständig rechte Narrative und rechten Sprech zu bedienen.
Der Begriff „Gutmensch“ gehört hier übrigens dazu.
If it looks, walks and quaks like a duck, und so weiter.

Wie DragonFox schon sagte: der Inklusionsgedanke fehlt hier leider völlig.

Jo, aber Juve hat trotzdem recht, wenn er sagt, dass hier einige teilweise sofort Schnappatmung bekommen, wenn was nicht auf den Punkt formuliert ist. Von daher könnten wir uns an der ein oder anderen Stelle schon abgewöhnen, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Zumal im konkreten Fall ja mit einer Erklärung nachgelegt wurde (Danke dafür).

@juve: Was mich an deinem Posting trotzdem ärgert, ist folgender Satz:
Zitat
ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten
Aber genau um die geht es doch. Meine Tochter z.B. kann, Stand jetzt, nicht geimpft werden. Von daher wäre ich froh, die Impfquote in der Bevölkerung wäre im November (da kommt sie in die Kita) so hoch, dass ein Ausbruch in der Kita sehr unwahrscheinlich ist. Das mal als anekdotisches Beispiel. Und ja, mir ist bewusst, dass sie als Kleinkind ein super niedriges Risiko hat, überhaupt mehr als einen Schnupfen zu entwickeln.

Will sagen: Es sind sehr viele Menschen, die (noch) nicht geimpft sind und die kannst du nicht einfach ausklammern. Insofern stören Impfverweigerer sehr wohl und verhaltensich asozial, weil sie ein Risiko für ihre Mitmenschen darstellen, solange nicht ausreichend Immunität in der Bevölkerung besteht, um die vulnerablen, nicht-impfbaren Gruppen zu schützen.

Das mit der Goldwaage sehe ich auch so.
Ich sehe auch nicht, dass Prof. Dr. Wieler da ein rassistisches Narrative nutzt. Wenn es so ist, dass eine Bevölkerungsgruppe, die 5% der Gesamtbevölkerung ausmacht, über 50% der Intensivbelegung wegen Corona ausmacht, dann darf man das ruhig mal als auffällige Statistik melden und ansprechen. Das ist dann erstmal ein Fakt der im Raum steht und dann fangen die Narrative an.
Da kann dann jeder alles mögliche reininterpretieren.... Aber man könnte auch darüber nachdenken, wie man die eventuelle Sprachbarriere druchdringt, die Menschen erreicht, aufklärt und damit schützt. Wenn man es ignoriert, nimmt man einfach hin, dass 5% der Bevölkerung überproportional stark unter Corona leidet.

Auf welcher Datenbasis fundiert seine Aussage denn? Wenn die nicht eindeutig ist, ist seine Aussage nichts anderes als das bedienen rechter Narrative.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89589462/rki-chef-wieler-seine-aeusserungen-zu-migranten-und-corona-sind-unsinn.html

Es ist übrigens ein Unterschied, ob jemand was „nicht auf den Punkt“ formuliert, oder eben mit Begriffen um sich wirft, die in gewissen Teilen der Gesellschaft Codestatus genießen.
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11293 am: 06.März 2021, 11:41:52 »

Aber da tut sich ja ein weiteres Problem auf, was immer wieder im Raum steht, wenn Ungeimpfte von bestimmten Aktivitäten ausgeschlossen werden weil sie ungeimpft sind (z.B. Iventim, Reisen, Urlaub...)

Was ja aber umso mehr dafür spricht, dass sich möglichst viele impfen lassen, damit man das alles wieder zulassen kann - ohne irgendwelche Beschränkungen. Ich finde übrigens die Rede von "Sonderrechten für Geimpfte" (hast du nicht gemacht) brandgefährlich. Denn das ist es nicht. Geimpften würden schlicht entzogene Rechte zurückgegeben weil bei ihnen die Begründung für die Einschränkungen (weitestegehend) wegfällt.

Zu Wieler: Seine Äußerungen finde ich schon rassistisch, so wie sie gemacht wurden. Juve hat ja aber nochmal erklärt, was er meint, und deshalb kann ich da kein rassistisches Narrativ erkennen. Und zu den Codes: Die sind vielleicht dir bewusst, Joe, aber anderen nicht. Da darf man ruhig auch mal fünfe grade sein lassen, selbst wenn man sich mit einem User nicht ganz grün ist. :)
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11294 am: 06.März 2021, 11:46:13 »

Aber da tut sich ja ein weiteres Problem auf, was immer wieder im Raum steht, wenn Ungeimpfte von bestimmten Aktivitäten ausgeschlossen werden weil sie ungeimpft sind (z.B. Iventim, Reisen, Urlaub...)

Was ja aber umso mehr dafür spricht, dass sich möglichst viele impfen lassen, damit man das alles wieder zulassen kann - ohne irgendwelche Beschränkungen. Ich finde übrigens die Rede von "Sonderrechten für Geimpfte" (hast du nicht gemacht) brandgefährlich. Denn das ist es nicht. Geimpften würden schlicht entzogene Rechte zurückgegeben weil bei ihnen die Begründung für die Einschränkungen (weitestegehend) wegfällt.

Zu Wieler: Seine Äußerungen finde ich schon rassistisch, so wie sie gemacht wurden. Juve hat ja aber nochmal erklärt, was er meint, und deshalb kann ich da kein rassistisches Narrativ erkennen. Und zu den Codes: Die sind vielleicht dir bewusst, Joe, aber anderen nicht. Da darf man ruhig auch mal fünfe grade sein lassen, selbst wenn man sich mit einem User nicht ganz grün ist. :)

Nein, dann weist man darauf hin! Wegsehen? Was? :o
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Ensimismado

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11295 am: 06.März 2021, 12:04:45 »

Danke @juve für die ausführliche Antwort. Einiges wurde ja schon von anderen aufgegriffen, aber hier noch ein paar Ergänzungen oder Klarstellungen meinerseits.

Welchen Schaden hat denn die Gesellschaft nun genau? Die Geimpften selbst sind doch durch die Impfung sicher und brauchen sich nicht mehr vor einer Ansteckung zu fürchten und die Impfverweigerer, ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten, dezimieren sich doch selbst
Zitat
Die weltweite Sterblichkeitsrate unter Patienten auf Intensivstationen lag im März 2020 bei 59,5 Prozent, sank im Mai auf 41,6 Prozent und bis September auf 35,5 Prozent.
https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/so-oft-sterben-covid-19-intensivpatienten-im-weltweiten-vergleich/
Hier hat DragonFox ja schon ausführlich geantwortet. Hinzufügen möchte ich den Punkt, dass Geimpfte Sonderrechte erhalten: Ich glaube das Narrativ ist gefährlich. Zum einen, weil da häufig impliziert von ausgegangen wird, dass Leute, die nicht anders können, diese Rechte nicht erhalten. Das lässt sich aber sehr leicht regeln. Genauso wie es Menschen gibt, die zurecht Atteste gegen/für bestimmte Dinge erhalten, kann man sich ja bescheinigen lassen, dass man sich nicht impfen lassen kann. Zum anderen, Thema Einschränkung der Freiheit: Jemand, der sich im Auto nicht anschnallen will, darf auch nicht mitfahren - nichts anderes ist es mit dem Impfen.

Zitat
No-Covid bedeutet in erster Linie, die Zahlen so gering zu halten, dass man die Fälle, die es dennoch noch gibt, nachverfolgen kann, sodass es lokale Bereiche ohne Covid-Erkrankungen gibt.

Hm also bedeutet, nach deiner Erklärung,  "No-Covid" gar nicht das man die Fälle der Neuinfektionen auf Null bringen will?
Wer liegt da falsch?
Zitat
Kernpunkte:Die NO-COVID-Strategie zielt darauf ab, Neuinfektionen, Todesfälle und weitere bundesweite Lockdowns zu vermeiden. Sie besteht aus drei Kernelementen:
1. ein schnelles Absenken der Infektionszahlen auf Null,
2. die Vermeidung der Wiedereintragung in hierdurch errichtete Grüne Zonen durch lokale Mobilitätskontrollen, Tests und Quarantänen,
3. ein rigoroses Ausbruchsmanagement bei sporadischem Auftreten neuer Fälle.
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/no-covid-strategie-123226
Ich glaube die beiden Definitionen ergänzen sich. Das von dir zitierte Lexikon blickt lokal drauf: No-Covid in diesen Bereichen, um bundesweit Lockdowns zu vermeiden. Bundesweit hat man also keine No-Covid Situation. Ich bin von dieser Perspektive ausgegangen.

Zitat
Dazu komme, dass Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland gesundheitlich weniger gut versorgt seien. Der Berliner Senat hat erst kürzlich eine Studie veröffentlicht, die den Zusammenhang von prekären Wohnverhältnissen und dem Risiko für eine Infektion belegt: "Je höher der Anteil der Arbeitslosen beziehungsweise Transferbeziehenden in den Bezirken ist, desto höher ist die Covid-19-Inzidenz", heißt es.
Ich greife mal das Zitat raus zum Thema: Genau das ist doch hier interessant, die Wohnsituation, die gesundheitliche Versorgung, etc. Dass das Migranten sind, spielt dafür keine Rolle. Pack Deutsche in die selbe Situation und die Sache sieht genauso aus. Was ich Wieler vorwerfe, ist die Tatsache, dass er auf eine Eigenschaft hinweist (Migrant sein), die unerheblich ist für das, was er ansprechen will: Soziokulturelle Bedingungen haben einen Einfluss auf die Verbreitung und Eindämmung der Pandemie. Dazu gehören dann vielleicht auch Fragen, wie ich Sprachbarrieren überwinde, aber das ist nur ein Teil.

Zitat
4. sollten wir vll. auch mal aufhören ständig irgendwo rechte Tendenzen hinter jedem Wort und Satz zu suchen, wenn bestimmte Themen zum Tabu erklärt werden müssen weil irgendwelche Gutmenschen ständig Schnappatmung bekommen wenn Probleme und bestimmte Gruppen in Zusammenhang gebracht werden lösen wir nie Probleme die damit in Zusammenhang stehen
Zur Klarstellung, ich erkenne da keine rechte Tendenz, ich erkenne da ein Narrativ, dass den Rechten in die Hände spielt. Das ist fahrlässig und dementsprechend klassifiziere ich es als undurchdacht. Das Wort Gutmensch finde ich in der Verwendung übrigens wirklich eckelhaft: Seit wann ist es eine Abwertung, dass jemand ein guter Mensch sein will?
« Letzte Änderung: 06.März 2021, 12:14:33 von Ensimismado »
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Tim Twain

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11296 am: 06.März 2021, 12:07:53 »

Welchen Schaden hat denn die Gesellschaft nun genau? Die Geimpften selbst sind doch durch die Impfung sicher und brauchen sich nicht mehr vor einer Ansteckung zu fürchten und die Impfverweigerer, ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten, dezimieren sich doch selbst

Wenn man den Teil der Gesellschaft, der den Schaden erleiden würde, ausschließt und hinnimmt, dass er mit den Impfverweigeren mitdezimiert wird, dann wird natürlich niemandem geschadet.
Gibt auch kein Grund für Blindenampeln an Straßen, wenn man die Blinden in der Überlegung ausschließt.
Welchen Teil der Gesellschaft meinst du genau? Bisher wurde immer von Schaden für die Gesellschaft oder Teilen davon erzählt aber noch nicht genau benannt wer oder was damit gemeint ist.
Blindenampeln stören niemanden , Impfverweigerer stören auch niemanden was du jetzt genau damit ausdrücken wolltest hab ich noch nicht durchschaut.



Dann sollte man vielleicht mal aufhören, ständig rechte Narrative und rechten Sprech zu bedienen.
Der Begriff „Gutmensch“ gehört hier übrigens dazu.
If it looks, walks and quaks like a duck, und so weiter.

Wie DragonFox schon sagte: der Inklusionsgedanke fehlt hier leider völlig.

Was war zuerst da: die Henne oder das Ei?
Selbst wenn man jetzt mal die gesundheitlichen Auswirkungen der fehlenden Herdenimmunität für die ausklammert, die nicht geimpft werden können, so ist doch die Impfung unsere einzige reelle Chance aus dem Lockdown rauszukommen m.M.n. Die steigende Zahl der B.1.1.7 Fälle zeigt man recht eindeutig, dass selbst der Lockdown die Verbreitung nur bedingt einschränken kann. Wenn wir da rauswollen, funktioniert das wahrscheinlich nur über Herdenimmunität durch impfen. Jeder Tag, den man dann länger restriktive Maßnahmen fahren muss, weil sich Impfverweigerer der Herdenimmunitä in den Weg stellen, schadet dann der Gesellschaft immens, sei es nur der finanzielle Aspekt. Jetzt ist das ganze allerdings erstmal kaum relevant, weil man nichtmal alle geimpft bekommt, die eine Impfung wollen.
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Henningway

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11297 am: 06.März 2021, 12:16:13 »

Ich bin ein klarer Befürworter von "Sonderrechten für Geimpfte".

Basis meiner Argumentation: Der Lockdown dient ausschließlich der Vermeidung schwerer Covid-Verläufe und dem Schutz der Intensivkapazitäten. Weiterhin dem Schutz vulnerabler Gruppen. Inzwischen gibt es Impfstoffe, die sicher vor schweren Verläufen schützen (Quellen siehe mein vorheriger Post). Sehr wahrscheinlich, aber noch nicht sicher bewiesen, ist auch ein Schutz vor Mutanten und vor Übertragung. Die Entspannung auf den Intensivstationen trotz hochbleibender Inzidenzen ist ein Beleg. Die Impfung entzieht dem Lockdown die Existenzberechtigung.

Der Lockdown wird also weniger notwendig. Gleichzeitig aber ist der Schaden für Selbstständige, Arbeitnehmer, Eltern und schulpflichtige Kinder gleichbleibend hoch. Das Gleichgewicht verschiebt sich zunehmend in die Negativrichtung.

Frage: sollen alle durch den Lockdown, nicht die Erkrankung, Geschädigte weiterhin Schaden erdulden müssen, obwohl es täglich mehr Personen gibt, die gefahrlos konsumieren könnten? Mit welcher Begründung wäre das zu rechtfertigen? Mir fällt nur der Selektionsdruck auf das Virus ein, wenn kein ausreichender Impfschutz auf eine Pandemie trifft und sich damit impfstoffentziehende Mutanten schneller und leichter durchsetzen. Ein wichtiger Punkt, den es zu überdenken gilt. Wenn ich jedoch regelmäßig schnellteste, ließe sich auch das vermindern. Eine Beibehaltung des Lockdowns sehe ich also - für die Geimpften mindestens, nicht als vermittelbar an. Hier könnte man bereits von Sonderrechten sprechen.

"Sonderrechte für Geimpfte" werden aber spätestens dann wirklich relevant, wenn genügend Impfstoff vorhanden ist und Menschen sich einfach nicht impfen lassen wollen. Sicher, das ist ihr gutes Recht. Aber dann sollen Sie auch das Recht der anderen Menschen respektieren auf Bewegungsfreiheit im Pandemiebefreiten Raum.



Kurze Randbemerkung: ich gehe aus meiner Sicht davon aus, dass wir im Sommer die Pandemie unter Kontrolle haben - vorausgesetzt, es entsteht keine Mutante, gegen die der Impfstoff gar nicht wirkt. Das halte ich aber für unwahrscheinlich. Unser Amtsarzt hier in Remscheid, der sehr aktiv in der Pandemiebehandlung ist, hat mir gestern wörtlich gesagt: "Im Juni ist Remscheid pandemiefrei." So optimistisch bin ich zwar nicht, aber auf September würde mich mich einlassen. Begründung: wesentlich bessere Impfstoffverfügbarkeit in den Impfzentren, Hinzunahme der Arztpraxen, Zulassung des nur einmal zu applizierenden Johnson&Johnson-Impfstoffes, Zulassung des CureVac-Impfstoffes, neue Erkenntnis des Handling der bekannten Mutanten mit bekanntem Impfstoff (z.B. dritte Impfung mit BioNTech).
« Letzte Änderung: 06.März 2021, 12:20:20 von Henningway »
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juve2004

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11298 am: 06.März 2021, 12:20:52 »

Zitat
Dann sollte man vielleicht mal aufhören, ständig rechte Narrative und rechten Sprech zu bedienen.
Der Begriff „Gutmensch“ gehört hier übrigens dazu.
If it looks, walks and quaks like a duck, und so weiter.

Wie DragonFox schon sagte: der Inklusionsgedanke fehlt hier leider völlig.

Jo, aber Juve hat trotzdem recht, wenn er sagt, dass hier einige teilweise sofort Schnappatmung bekommen, wenn was nicht auf den Punkt formuliert ist. Von daher könnten wir uns an der ein oder anderen Stelle schon abgewöhnen, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Zumal im konkreten Fall ja mit einer Erklärung nachgelegt wurde (Danke dafür).

@juve: Was mich an deinem Posting trotzdem ärgert, ist folgender Satz:
Zitat
ich schließe mal die aus die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können/sollten
Aber genau um die geht es doch. Meine Tochter z.B. kann, Stand jetzt, nicht geimpft werden. Von daher wäre ich froh, die Impfquote in der Bevölkerung wäre im November (da kommt sie in die Kita) so hoch, dass ein Ausbruch in der Kita sehr unwahrscheinlich ist. Das mal als anekdotisches Beispiel. Und ja, mir ist bewusst, dass sie als Kleinkind ein super niedriges Risiko hat, überhaupt mehr als einen Schnupfen zu entwickeln.

Will sagen: Es sind sehr viele Menschen, die (noch) nicht geimpft sind und die kannst du nicht einfach ausklammern. Insofern stören Impfverweigerer sehr wohl und verhaltensich asozial, weil sie ein Risiko für ihre Mitmenschen darstellen, solange nicht ausreichend Immunität in der Bevölkerung besteht, um die vulnerablen, nicht-impfbaren Gruppen zu schützen.

Das mit der Goldwaage sehe ich auch so.
Ich sehe auch nicht, dass Prof. Dr. Wieler da ein rassistisches Narrative nutzt. Wenn es so ist, dass eine Bevölkerungsgruppe, die 5% der Gesamtbevölkerung ausmacht, über 50% der Intensivbelegung wegen Corona ausmacht, dann darf man das ruhig mal als auffällige Statistik melden und ansprechen. Das ist dann erstmal ein Fakt der im Raum steht und dann fangen die Narrative an.
Da kann dann jeder alles mögliche reininterpretieren.... Aber man könnte auch darüber nachdenken, wie man die eventuelle Sprachbarriere druchdringt, die Menschen erreicht, aufklärt und damit schützt. Wenn man es ignoriert, nimmt man einfach hin, dass 5% der Bevölkerung überproportional stark unter Corona leidet.

Auf welcher Datenbasis fundiert seine Aussage denn? Wenn die nicht eindeutig ist, ist seine Aussage nichts anderes als das bedienen rechter Narrative.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89589462/rki-chef-wieler-seine-aeusserungen-zu-migranten-und-corona-sind-unsinn.html

Es ist übrigens ein Unterschied, ob jemand was „nicht auf den Punkt“ formuliert, oder eben mit Begriffen um sich wirft, die in gewissen Teilen der Gesellschaft Codestatus genießen.

Nur weil die eine Seite vll. Unrecht hat hat die andere Seite nicht zwingend recht.
Die gewissen Teile der Gesellschaft müssen nicht immer direkt, nur weil der Codestatus "Code Red" signalisiert, direkt Mobil machen und den Erstschlag ausführen wollen sondern mal bis 10 zählen und dann entscheiden ob man den Knopf drücken muss.

Aber da tut sich ja ein weiteres Problem auf, was immer wieder im Raum steht, wenn Ungeimpfte von bestimmten Aktivitäten ausgeschlossen werden weil sie ungeimpft sind (z.B. Iventim, Reisen, Urlaub...)

Was ja aber umso mehr dafür spricht, dass sich möglichst viele impfen lassen, damit man das alles wieder zulassen kann - ohne irgendwelche Beschränkungen. Ich finde übrigens die Rede von "Sonderrechten für Geimpfte" (hast du nicht gemacht) brandgefährlich. Denn das ist es nicht. Geimpften würden schlicht entzogene Rechte zurückgegeben weil bei ihnen die Begründung für die Einschränkungen (weitestegehend) wegfällt.

Zu Wieler: Seine Äußerungen finde ich schon rassistisch, so wie sie gemacht wurden. Juve hat ja aber nochmal erklärt, was er meint, und deshalb kann ich da kein rassistisches Narrativ erkennen. Und zu den Codes: Die sind vielleicht dir bewusst, Joe, aber anderen nicht. Da darf man ruhig auch mal fünfe grade sein lassen, selbst wenn man sich mit einem User nicht ganz grün ist. :)

Nein, dann weist man darauf hin! Wegsehen? Was? :o
Wo steht da was von wegsehen? Ansonsten siehe oben.

Aber da tut sich ja ein weiteres Problem auf, was immer wieder im Raum steht, wenn Ungeimpfte von bestimmten Aktivitäten ausgeschlossen werden weil sie ungeimpft sind (z.B. Iventim, Reisen, Urlaub...)

Was ja aber umso mehr dafür spricht, dass sich möglichst viele impfen lassen, damit man das alles wieder zulassen kann - ohne irgendwelche Beschränkungen. Ich finde übrigens die Rede von "Sonderrechten für Geimpfte" (hast du nicht gemacht) brandgefährlich. Denn das ist es nicht. Geimpften würden schlicht entzogene Rechte zurückgegeben weil bei ihnen die Begründung für die Einschränkungen (weitestegehend) wegfällt.


Da müsste dann aber der Staat regulierend eingreifen wenn privatwirtschaftliche Unternehmen Ungeimpfte ausschliessen wollen würden, aber wie weit darf der Staat das?



Zu Wieler: Seine Äußerungen finde ich schon rassistisch, so wie sie gemacht wurden. Juve hat ja aber nochmal erklärt, was er meint, und deshalb kann ich da kein rassistisches Narrativ erkennen. Und zu den Codes: Die sind vielleicht dir bewusst, Joe, aber anderen nicht. Da darf man ruhig auch mal fünfe grade sein lassen, selbst wenn man sich mit einem User nicht ganz grün ist. :)

Ob man die Äusserungen von Prof. Dr. Wieler jetzt als rassistisch einstufen kann, keine Ahnung darüber kann und will ich nicht urteilen
Zitat
Eine RKI-Sprecherin teilte dem Deutschlandfunk mit, die Bild-Zeitung habe einige Zitate von Wieler seiner Erinnerung zufolge nicht richtig widergegeben. Laut Bild soll der RKI-Chef etwa gesagt haben, auf den Intensivstationen würden 50 Prozent der Covid-Patienten einen Migrationshintergrund haben. Das RKI teilte mit, dieses Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen. Die Zahlen bezögen sich auf Berichte von Ärzten dreier Intensivstationen in drei Großstädten. Somit spiegelten sie nicht die Situation in ganz Deutschland wider. Konkrete Zahlen dazu erheben weder das RKI noch die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).
https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-rki-stellt-umstrittene-wieler-zitate-zu-covid.1939.de.html?drn:news_id=1233855

er hat ja scheinbar nur das wiedergegeben was ihm 3 Ärzte berichtet haben. Auch würde ich vermuten das er andere Sachen im Kopf hat als gewisse Codes die er umgehen müsste um sich nicht angreifbar zu machen.
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DragonFox

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #11299 am: 06.März 2021, 12:33:38 »

Auf welcher Datenbasis fundiert seine Aussage denn? Wenn die nicht eindeutig ist, ist seine Aussage nichts anderes als das bedienen rechter Narrative.

Zur Klarstellung, ich erkenne da keine rechte Tendenz, ich erkenne da ein Narrativ, dass den Rechten in die Hände spielt. Das ist fahrlässig und dementsprechend klassifiziere ich es als undurchdacht. Das Wort Gutmensch finde ich in der Verwendung übrigens wirklich eckelhaft: Seit wann ist es eine Abwertung, dass jemand ein guter Mensch sein will?

Ich hab das falsch verstanden. Ich dachte ihr meint, er verbreitet damit rechte Narrative. Beim bedienen stimme ich euch zu. Ich sehe da ein Unterschied. Wenn ich sage, dass 2015 ein Flüchtlingsstrom nach Deutschland kam, kann man mir das auch schon vorwerfen...

Die Datenbasis finde ich allerdings unerheblich. Ist die Aussage falsch war sie unnötig, hat viel Trubel gemacht, Ressourcen verbraucht und darüber hinaus rechte Narrative bedient. Wenn ihr Inhalt hieb- und sichtfest und als Fakt einzustufen wäre, hätte sie aber trotzdem rechte Narrative bedient.
Das ist die Tabuu-Debatte, die sich in diesem Fall erstrickt. Sofern der Inhalt allerdings kein Fakt ist, ist das eine hy­po­the­tisch Debatte...
« Letzte Änderung: 06.März 2021, 12:38:03 von DragonFox »
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