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Autor Thema: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread  (Gelesen 845977 mal)

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2320 am: 11.September 2012, 22:59:46 »

Das sage ich nicht. Allerdings lassen sich die meisten Deutschen in die Rolle des tätervolks drängen. Ich nicht.
Wenn man es anders betrachtet, finde ich, dass ich mit zwei toten Urgroßvätern, einem verkrüppeltem und einem psyschich gestörten Großvater genug gezahlt habe.
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Don-Muchacho

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2321 am: 11.September 2012, 23:04:51 »

Natürlich hat keiner von uns ne Bombe geworfen. Aber soll ich von den deutschen reden? Dazu fühl ich mich zu sehr als deutscher, das kann ich ja kaum verleugnen. Soll ich von den Nazis reden? Dann wieder verleugne ich nur, dass die aus dem deutschen Volk hervorgegangen sind und von einer großen Mehrheit auch getragen und unterstützt wurden. Letztendlich war das Land Deutschland (respektive das 3. Reich) Schuld. Namen sind Schall und Rauch. Aber letztendlich waren die Eltern oder Großeltern von den meisten hier lebenden Menschen nunmal beteiligt. Manche haben am Abzug gezogen oder befehle gegeben. Andere haben Bomben gebaut oder Uniformen genäht. Und wieder andere haben weggeschaut wen sie an KZ's vorbeigefahren sind. Wir können hier gerne die gute alte Diskussion die dieses Land seit Jahrzenten spaltet aufgreifen, aber da hab ich ganz ehrlich wneig Lust zu.
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Konni

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2322 am: 11.September 2012, 23:19:09 »

Das ist eine Sache, die jeder Mensch mit sich selbst ausmachen muss.

Das Konstrukt eines Tätervolkes lehne ich grundsätzlich ab, die moralische Verantwortung muss auf individuellen Schultern getragen werden, weil dort auch die Verantwortung angefangen hat. Jeder damals lebende Erwachsene muss sich die Frage stellen, inwiefern er selbst ein Stück dazu beigetragen hat zu dem, was passiert ist. Und dann muss jeder einzelne Mensch das mit sich selbst ausmachen, was passiert ist, welche Konsequenzen er daraus zieht und wie er für sich mit der Sache umgeht (das ist immens wichtig für zukünftige Entscheidungen und Generationen). Da darf es weder eine Kollektivschuld, noch eine Kollektivverurteilung geben. Jeder Mensch muss das mit sich ausmachen. Nur verdrängt werden sollte es nicht.

Bei Reparationszahlungen geht es aber nicht um eine moralische Schuld des Einzelnen. Es geht nicht darum, über Generationen verteilt Buße zu tun für etwas, mit dem mensch selbst heute nichts mehr anfangen kann. Bei Reparationszahlungen geht es darum, objektiven Schaden, dein ein Staat verursacht hat, auszugleichen. Denn noch weniger als du oder deine Urgroßväter können die Menschen, die von Deutschland in einen Vernichtungskrieg hineingezogen wurden etwas dafür, dass auch in ihren Familien viele Menschen gestorben sind, viel Eigentum vernichtet wurde und viele Existenzgrundlagen genommen wurden.
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2323 am: 12.September 2012, 00:00:10 »

Viel weniger als meine Urgroßväter vielleciht. Bei einem sogar ziemlich sicher, der war Oberst in der Wehrmacht. Viel weniger als ich? Keinesfalls. Denn auch ich kann rein garnichts dafür. Wenn die BRD sich für Reparationszahlungen zuständig fühlt, ist das für mich im Umkehrschluss aber ncihts anderes, als wenn sich die BRD als Nation mit dem 3. Reich identifiziert. Genau das, was eigentlich NIEMANND will. Andererseits muss ich sagen, dass sie meinetwegen bezahlen sollen. Mehr an die Wands fahren, als es ohnehin shcon passiert ist kann man unseren Staat ohnehin fast nicht mehr.
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Chris_2010

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2324 am: 12.September 2012, 07:36:09 »

Diese Diskussionen wird es in 50 Jahren bestimmt immer noch geben  :-X
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Konni

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2325 am: 12.September 2012, 11:36:06 »

[...] Wenn die BRD sich für Reparationszahlungen zuständig fühlt, ist das für mich im Umkehrschluss aber ncihts anderes, als wenn sich die BRD als Nation mit dem 3. Reich identifiziert. Genau das, was eigentlich NIEMANND will. Andererseits muss ich sagen, dass sie meinetwegen bezahlen sollen. Mehr an die Wands fahren, als es ohnehin shcon passiert ist kann man unseren Staat ohnehin fast nicht mehr.

Naja, aber wer soll denn sonst für den Schaden aufkommen? Es waren nunmal die Deutschen, die Hitler gewählt haben, es waren die Deutschen, die mitgemacht haben bei der Aufrüstung, es waren die Deutschen, die im Freundentaumel gelebt haben, als Frankreich innerhalb von 4 Wochen überrannt wurde. Natürlich haben nicht alle mitgemacht, die wenigstens waren wirklich Nationalsozialisten, aber es ist doch jeder mitmarschiert. Und dass die entstandenen Schäden nicht innerhalb einer Generation, von einem dezimierten Volk in einem zerstörten Land getragen werden können, ist klar.
Ich weiß aber auch nicht, warum du dich überhaupt über Reparationszahlungen beschwerst. Letztendlich hat die BRD doch fast gar keine geleistet. Wie gesagt, gerademal 4% der (im Vergleich zum Versailler Vertrag deutlich humaneren) Reparationen wurden gezahlt, davon 0,4% von der BRD. Seit 1953 sind die Zahlungen komplett ausgesetzt, weil Westdeutschland als Bollwerk gegen den Kommunismus aufgebaut werden sollte. Also über Reparationen nach dem 2. WK sollte sich kein Deutschen beschweren, immerhin wurde da fast nichts geleistet.

Und dann mal eine theoretische Überlegung: Hätte Deutschland Reparationen in vollem Umfang abgeleistet, wäre das überhaupt nicht schlimm gewesen. Schließlich ist Deutschland ja eine glorreiche Exportnation und wenn sie im europäischen Geldmarkt Geld reinpumpen, dann kommt ihnen das letztendlich ja wieder zu Gute.

Ob der Staat "gerade" an die Wand gefahren wird oder ob dieser Prozess nicht schon unter Helmut Schmidt begann (wenn mensch sich jetzt auf das Problem der offenen Finanzmärkte, der hohen Schuldenaufnahme und der Exportausrichtung konzentriert) oder ob er überhaupt vor die Wand gefahren wird, ist fraglich. Ich möchte daran erinnern, das bis jetzt KEIN CENT des deutschen Steuerzahlers nach Griechenland gegangen ist. Das wissen viele leider überhaupt nicht, weil Rettungsschirme/und dergleichen im BILD-Niveau dermaßen aufs Lächerliche heruntergebrochen werden, dass sie mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Nochmal: die Milliarden, die immer wieder im Raum schweben, das ist kein Geld, das nach Griechenland überwiesen wird. Das Geld ist noch in vollem Umfang in den Staatskassen. Es wurden bisher zum größten Teil lediglich Garantien für Kredite ausgesprochen.

Die Sache ist eigentlich recht leicht. Um an Geld zu kommen, gibt ein Staat Staatsanleihen aus. Darin gibt eine Bank ihm quasi ein Kredit zu einem bestimmten Zinssatz. Diese Staatsanleihen sind sehr beliebt, da sie immer als risikolos betrachtet wurden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Staat pleite geht, ist gering, da seine Ein- und Ausgaben, anders als bei Wirtschaftsunternehmen, sehr leicht kalkulier- und regelbar sind. Den Banken ging es jahrelang unheimlich gut. Die Staatsanleihen ermöglichten fest kalkulierbare Einnahmen, das Privatgeschäft mit ganz normalen Menschen war nur noch so ein Spaß nebenbei und weil es zu langweilig ist, einfach nur auf die Einnahmen von Staatsanleihen zu warten und weil die Gewinnspannen nicht ganz so hoch sind, wurde eben kräftig mitspekuliert auf den internationalen Finanzmärkten (was seit Schmidt, spätestens aber seit Schröder bedenkenlos möglich war und kaum einer Kontrolle unterlag). Der Spekulationsanteil wuchs und macht schon bald etwa 30% des Bankenvolumens aus (47% waren noch Staatsanleihen, 15% Industriekredite und 8% das lächerliche Tagesgeschäft mit ganz normalen Menschen). Tja, die Spekulationsblasen sind relativ massiv geplatzt. Das hatte zur Folge, dass Banken enorme Abstriche machen mussten (vor allem weil sie mit höheren Gewinnen aus Spekulationsgeschäften schon kalkuliert hatten), dabei haben sie gemerkt, dass sie da mit Geld spekuliert haben, dass sie gar nicht hatten (Stichworte Geldgenerierung bei Kreditgebung/Eigenkapital 10%/oder einfach nur Geldanleger). Jedenfalls waren Banken nun kurz vor der Pleite (Lehman hat es erwischt). Das hatte zur Folge, dass das Geschäft mit den Staatsanleihen nochmal genau überprüft wurde. Nun gibt es 2 Versionen, wahrscheinlich stimmt ein Mittelding aus beiden:
1) Banken wollten für ihre Anteilseigner die Verluste ausgleichen, indem sie höhere Gewinne in ihrem 2. Kerngeschäft, den Staatsanleihen, generierten. Zu dieser Version passt, dass die Rating-Agenturen mehrheitlich den Banken gehören und diese erst nach der Bankenkrise angefangen haben, bestimmte Länder massivst abzuwerten, obwohl sich die Situation dieser Länder nicht großartig verändert hatte...diese These wird vor allem von kapitalismusskeptischen Ökonomen vertreten
2) die Banken haben im Zuge der Spekulationsblase ihre anderen Geschäfte genauer untersucht und festgestellt, dass Staaten wie Griechenland eigentlich hochverschuldet sind und ihnen die Staatsanleihen zu billig (=niedrigen Zinssatz) abgekauft werden

Jedenfalls erhöhten sich die Zinsen für Staatsanleihen rapide. Deshalb steht Griechenland kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, sie sind auf Staatsanleihen, wie jedes andere Land, dringenst angewiesen. Die Banken hatten aber selbst das Messer an der Kehle, konnten die Zinsen also nicht langsam anheben, sondern mussten sofort in ihren Büchern gewisse Gewinnspannen vermerken, um selbst nicht Pleite zu gehen. Da das, wie jedes andere Land, verschuldete Griechenland aber nicht garantieren konnte, dass sie eine Staatsanleihe über 10% in 10 Jahren noch bedienen könnte, die EU und vor allem Deutschland aber auf Abnehmer ihrer Exportprodukte angewiesen ist, haben sie eben Garantien oder Bürgschaften für diese Kredite ausgesprochen. Anfangs noch, um die Zinsen zu senken und ein besseres Rating zu erzielen, da war aber noch nicht bekannt, wie prekär die Lage der Banken war. Mittlerweile werden keine Bürgschaften mehr abgeschlossen, um ein besseres Rating zu erzielen (also Vertrauen in griechische Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen), sondern um die Banken am Leben zu halten.
Ein Student in meinem letzten Tutorium hat das glänzend begriffen, indem er die Frage in den Raum gestellt hat, wieso die EZB und Deutschland, die beide das beste Rating haben, wenn sie für Griechenland Bürgschaften aussprechen das Rating nicht automatisch auch auf das höchste Rating gesetzt wird. Das Prinzip der Bürgschaft sagt ja gerade, dass ein Gläubiger einem Schuldner nicht vertraut und er deshalb einen vertrauenswürdigen Bürgen braucht. Da ein Bürge mit bestmöglichem Rating gefunden wurde, ist das Risiko gleich 0 und daher hätten auch die Zinsen niedrig sein müssen. Das waren sie aber nicht, trotz Bürgschaften in Milliardenhöhe musste Griechenland sogar immer höhere Zinsen zahlen. Der Grund dafür ist einfach der, dass die Banken das Geld dringen brauchen, um ihre eigenen Verluste auszugleichen.

Also nochmal in Kurzform: eine deutsche Bank kauft griechische Staatsanleihen, damit Griechenland deutsche Exportgüter abkauft, denn die Firmen, die diese herstellen, haben Kredite bei deutschen Banken, diese haben also ein Interesse daran, dass die Firmen ihre Produkte auch verkaufen. Ein glänzendes System, fast schon ein Kreislauf, Griechenland bekommt billiges Geld, das bekommen die Firmen für ihre Waren, die wiederum können damit ihre Kredite bezahlen, die sie bei deutschen Banken aufgenommen haben. So ist das Bankensystem gedacht.
Jetzt kommt die selbstverschuldete Beinahepleite einer beliebigen deutschen Bank ins Spiel. Diese verlangt nun höhere Zinsen für Staatsanleihen, um das eigene Überleben zu sichern. Das bringt Griechenland vor höchste Probleme, denn sie sind weiterhin auf Exporte von deutschen Firmen angewiesen. Sie können eigentlich nicht mehr zahlen, stehen kurz vor dem Bankrott. Jetzt kommt der deutsche Staat ins Spiel, der noch eine hohe Kreditwürdigkeit hat (obwohl ebenfalls hochverschuldet). Er spricht Bürgschaften für Kredite in Milliardenhöhe aus. Das macht er aus 2 verschiedenen Gründen:
1) Griechenland muss weiterhin zahlungsfähig bleiben, damit sie weiterhin von deutschen Firmen kaufen, die damit ihre Kredite bedienen können und somit Arbeitsplätze sichern.
2) diese deutsche Bank darf nicht Pleite gehen, denn sie kauft ja auch deutsche Staatsanleihen und auf dieses Geld ist der deutsche Staat ebenso angewiesen.

Dass dieses System pervers ist, steht außer Frage. Ob es ein Weg ist, ein Land vor die Wand zu fahren? Ich denke nicht, letztendlich sind alle untereinander irgendwie abhängig. Die Banken haben ja auch kein Interesse daran, Griechenland pleitegehen zu lassen, denn dann gibt es weniger Abnahme der Ware, die deutsche Firmen herstellen, die Kredite bei dieser deutschen Bank haben, wodurch diese wieder Verluste machen. Wird klar, worauf ich hinaus will?

Die einzigen Verlierer in der ganzen Geschichte sind die Griechen. Bei ihnen werden zwangsweise, auf Befehl von Deutschland für die Bürgschaften, die Steuern erhöht, Sozialleistungen gestrichen, Beamte aus dem Staatsdienst entlassen, etc. Während die deutschen Arbeitsplätze in der Exportindustrie geschützt werden und während die deutschen Banken künstlich am Leben erhalten werden, wird Griechenland ausgequetscht. Und Griechenland wird nicht das einzige Land bleiben.

Jedenfalls möchte ich nochmal festhalten, dass bisher kein Cent von deutschen Steuergeldern an Griechenland geflossen ist. Das sind alles Bürgschaften. Die einzigen Schweinehunde, die bisher Geld vom deutschen Steuerzahler bekommen haben, sind die Banken. Allen voran die HRE, dort wurden REALE 170 Milliarden hineingesteckt.
Die Medien lenken mit ihrem Griechenland-Bashing bisher sehr erfolgreich vom eigentlich logischen Hetzziel Nr. 1 ab: den Banken. Würden die Medien den wirklich schuldigen an der Misere mal benennen (das sind nicht die griechischen Beamten!!!), dann würde es bei den Banken sehr ungemütlich werden. Warum tun sie das nicht? Tja, vielleicht weil auch Medienkonzerne sehr große Kredite bei den deutschen Banken aufgenommen haben und auch weiterhin immer wieder neue Kredite brauchen. So ergibt sich eine wundervolle Abhängigkeit.
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2326 am: 12.September 2012, 11:42:14 »

Ich hab mich nicht über bereits Gezahltes beschwert, würde ich auch nicht. Ich finde es nur unangemessen, dass Griechenland jetzt (vielleicht) Reparationszahlungen fordert.

Es gab da mal dieses "schöne Beispiel" wie das EU-Rettungspaket funktioniert. Natürlich ist das so nicht zu 100% korrekt, aber ein nettes Bild, wie ich finde.

Es ist ein trüber Tag in einer kleinen griechischen Stadt. Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump. An diesem Tag fährt ein reicher deutscher Tourist durch die Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen. Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.

1. Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.

2. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den Bauern.

3. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenschaftslager.

4. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.

5. Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.

6. Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.

7. Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.

Niemand produzierte etwas.

Niemand verdiente etwas.

Aber alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.
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DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2327 am: 12.September 2012, 11:50:42 »

Jungs, ist das hier nicht das Forum, in dem man maximal drei Zeilen pro Posting schreiben darf? Nicht, dass ihr nachher noch verwarnt werdet.
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2328 am: 12.September 2012, 11:51:25 »

Nein, das ist das Forum, in dem man schreiben darf, was man will.

Wetter ist auch scheisse, oder?
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Konni

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2329 am: 12.September 2012, 11:54:41 »

In einem geschlossenen Geldkreislauf stimmt das Beispiel.
Aber da haben sich die Banken etwas besonders Schönes ausgedacht, dass es so nicht kommen kann: Zinsen.
Zinsen sind ein ökonomisch irrealer Wert. Für Zinsen muss nichts produziert,veredelt, verschönert, investiert oder geschaffen werden. Zinsen generieren Geld aus dem Nichts ohne irgendeinen Gegenwert. Die Juden kennen das Jubeljahr, das alle 7 Sabbatjahre abgehalten wird zum totalen Schuldenerlass.
Der Islam, bzw das islamische Bankwesen stützt sich ebenfalls auf das Zinsverbot. Die einfache Regel: mensch darf nicht mit Geld Geld verdienen.
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2330 am: 12.September 2012, 11:57:15 »

Ja die Zinsen. Würde mich mal interessieren, was rauskommt, wenn alles "virtuelle" Geld der WElt zusammengezählt wird und man es mit den tatsächlich vorhandenen Mengen vergleicht :D
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Don-Muchacho

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2331 am: 12.September 2012, 14:53:48 »

Aber an der dirkrepanz zwischen virtuellem und realem Geld sind nicht nur die Zinsen Schuld.
Währenddessen die Inflation zum Beispiel bzw. inflationäre Zustände durchaus auch in Zinsen begründet werden können. Letztendlich ist der Markt bereits auf dem weg stabil zu laufen, klar gibt es da die offensichtliche Ausnahme Griechenland, würde man dort wirklich einfach mal eine gewisse menge Geld reinpumpen, würde das sicherlich viel in Bewegung setzen, da gehe ich fest von aus. Aber lieber werden die Milliarden in Pleitebanken oder sinnlosen Bauprojekten etc. versenkt.

Davon ab gehe ich aber fest davon aus, dass der Markt sich in den kommenden Jahren erholt und auch die Weltwirtschaft wieder anläuft. Das kann noch 2, 5, 10 Jahre dauern mit dieser rezessiven Phase aber vermutlich eher bald läuft das ganze System wieder an, und wenns erstmal in Schwung ist...


@DVNO: Kickban!
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DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2332 am: 12.September 2012, 14:58:06 »

HdF!
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2333 am: 12.September 2012, 17:28:03 »

Danke erstmal an Konni! Es sind zwar immer lange Beiträge aber doch sehr informativ und genau richtig für die  Mittagspause  :)
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Feno

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2334 am: 12.September 2012, 18:17:22 »

wollte das nur mal irgendwo in den Raum werfen, da heute so ziemlich jeder PC, bei dem ich das aufgerufen habe, ne veraltete Version hatte :)

http://www.gdata.de/securitylabs/java-versionspruefung.html

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2335 am: 12.September 2012, 21:10:39 »

wollte das nur mal irgendwo in den Raum werfen, da heute so ziemlich jeder PC, bei dem ich das aufgerufen habe, ne veraltete Version hatte :)

http://www.gdata.de/securitylabs/java-versionspruefung.html

Erledigt!  ;)
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2336 am: 13.September 2012, 21:18:32 »

Meine Güte, ich rege mich gerade wirklich über unseren DHL-Boten auf.

Letzte Woche haben wir Katzenstreu (2 x 15kg) bestellt und waren am ersten Zustellungstermin, vergangenen Freitag, nicht zu Hause. Folglich bekamen wir den bekannten Zettel, dass wir das Paket in der nächstgelegenen Postfiliale abholen können. Da wir aber kein Auto besitzen und sich 30kg auch nicht mal eben locker tragen lassen, habe ich einen zweiten Zustellungstermin für heute vereinbart. Bei Paketen ist dies ja möglich. Ich war heute den ganzen Tag zu Hause und habe auf das Paket gewartet, allerdings klingelte kein Paketbote. Heute Abend habe ich dann bei DHL angerufen und gefragt, warum es heute nicht zugestellt wurde. Und siehe da: Laut DHL wurde das Paket heute zugestellt. Nur verwunderlicher Weise nicht an uns! Ein Zettel, dass ein Nachbar das Paket vielleicht entgegen genommen hat, lag auch nicht im Briefkasten. Frage: Wo ist das Paket? Zwei Nachbarn, die heute Abend zu Hause waren, haben es nicht. DHL konnte mir nicht sagen, an wen das Paket übergeben wurde, da ich blöderweise die E-Mail mit der Paketverfolgungsnummer nicht mehr habe.
Also: E-Mail an den Versandhandel mit der Bitte, mir diese Nummer noch einmal zu schicken. Andernfalls muss ich die Sendung natürlich reklamieren.

Ich verstehe natürlich, dass ein Paketbote nicht viel Lust hat, 30kg in den dritten Stock zu schleppen - aber es ist ja nunmal sein Job! Und selbst wenn die Einhaltung seiner Arbeitspflichten zu viel verlangt ist, so doch keineswegs ein Zettel mit dem Hinweis, wer nun mein Paket empfangen hat. Eine Beschwerde über den Zusteller ging gleichzeitig mit der Frage nach dem Verbleib meines Paketes einher.

 >:(
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2337 am: 13.September 2012, 21:47:27 »

muahahaaaaaa wer lässt sich das auch liefern......selber schuld,wenn man zu faul ist.  :P
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P-Jo

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2338 am: 13.September 2012, 21:48:59 »

Meine Güte, ich rege mich gerade wirklich über unseren DHL-Boten auf.

Ich verstehe natürlich, dass ein Paketbote nicht viel Lust hat, 30kg in den dritten Stock zu schleppen - aber es ist ja nunmal sein Job! Und selbst wenn die Einhaltung seiner Arbeitspflichten zu viel verlangt ist, so doch keineswegs ein Zettel mit dem Hinweis, wer nun mein Paket empfangen hat. Eine Beschwerde über den Zusteller ging gleichzeitig mit der Frage nach dem Verbleib meines Paketes einher.

 >:(


Es gab letztens eine Reportage, dass sich die Beschwerden gerade bei DHL häufen, wenn es um die Zustellung von Paketsendungen geht, die nicht ins Erdgeschoss geliefert werden sollen.
Andere Dienstleister haben eine bessere Zustellquote bei angesprochenen Sendungen.
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2339 am: 13.September 2012, 22:11:14 »

Jopp, kann ich bestätigen. Dienstag ein Paket bekommen. Ich wohne ja bekanntermaßen im 4. Stock ohne Aufzug. Bei mir wurde garnicht erst geklingelt. Ich fand nur den Zettel im Briefkasten, wer das Paket hat. Ist jetzt nicht weiter schlimm gewesen, weils zufällig die Reinigung im 1. Stock war, aber bei anderen Nachbarn wärs schon schwierig geworden.

Meine letzten Pakete wurden aber alle nach oben geliefert.

Wenn ich teuere Sachen bestelle lasse ich aber auch immer "nur persönlich übergeben" draufschreiben...
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