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Autor Thema: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread  (Gelesen 847419 mal)

DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2280 am: 07.September 2012, 17:10:21 »

Ja, wenn der Dozent im Nebenfach mich tatsächlich durchfallen lassen sollte... Wobei ich hier ein recht gutes Konzept herausgearbeitet habe. Grundsätzlich sollte das also klappen, wobei ich das Gefühl habe, dass eine "nicht ganz so perfekte Arbeit" schon dicht am Nichtbestehen ist. ;)

Gibt es hier eigentlich - rein hypothetisch - die Möglichkeit, eine nicht bestandene Arbeit dem Prüfungsausschuss vorzulegen? Angenommen, ich falle durch, habe aber ja ansonsten alles bestanden und eben auch die Bachelorarbeit erfolgreich absolviert. Ist das unter diesen Gesichtspunkten erfolgsversprechend?

Vielleicht weiß Konni als Hochschulmitarbeiter sowas ja. ;D
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Don-Muchacho

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2281 am: 08.September 2012, 06:43:10 »

Zu dieser Gotteslästerlichen Zeit an einem Samstag noch dazu bin ich mittlerweile nicht nur aufgestanden und wach (beides muss an manchen Tagen um 16 Uhr noch nicht zutreffen....), nein ich sitze auch fertig angezogen, in fertiger Wohnung und warte drauf das meine Eltern in den nächsten maximal 30 Minuten kommen, um mich abzuholen und zu ner Hochzeit zu fahren. Meine Herren is das ne scheiß uhrzeit, da bin ich dieses Jahr definitiv deutlich öfter ins Bett als wieder raus :S Wir Studenten habens schon schwer.
Apropos, Donnerstag bin ich moins um 9 ins Bett, die Umstellung gestern Abend um 12 wieder ins Bett war fies, aber dann noch schlafen zu wollen....
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Leland Gaunt

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2282 am: 08.September 2012, 11:25:11 »

Am geilsten ist aber: da sitzt man neben dem zweithöchsten Standesvertreter des Landes, der mir erklärt, wie er sich das Referat vorstellt und denkt so in sich rein: in echt bin ich Manager des FC Remscheid.  ;D

Hahaha!!
Damit ist der heutige Tag schon gerettet!...  ;D
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FMGaunt

Das magische Dreieck 2.0

Immer schön GErade bleiben!

Konni

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2283 am: 08.September 2012, 12:25:17 »

Zitat
Gibt es hier eigentlich - rein hypothetisch - die Möglichkeit, eine nicht bestandene Arbeit dem Prüfungsausschuss vorzulegen? Angenommen, ich falle durch, habe aber ja ansonsten alles bestanden und eben auch die Bachelorarbeit erfolgreich absolviert. Ist das unter diesen Gesichtspunkten erfolgsversprechend?


Natürlich hast du als Student immer das Recht zu remonstrieren, wenn du denkst, dass die Bewertung zu unrecht erfolgt ist, bzw eine falsche Gewichtung aufweist, du aufgrund der Randnotizen nicht schlüssig die Abstriche in der Bewertung vernehmen kannst etc. Einfach mal im Prüfungsbüro fragen, wie genau die Sache von statten geht weiß ich nicht. Das Argument, dass du sonst alles bestanden hast, ist aber natürlich kein gutes wenn es darum geht, eine Arbeit neu bewerten zu lassen. Es muss schon ganz objektiv zu Bewertungsmängeln bei einer spezifischen Arbeit gekommen sein. Die passieren aber öfter als mensch denkt. Jurastudenten remonstrieren regelmäßig, wenn sie knapp durchfallen und haben in 50% der Fälle Erfolg. In anderen Studiengängen hat sich das zum Glück bisher noch nicht rumgesprochen, aber da wird es auch nicht so häufig gebraucht.


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DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2284 am: 08.September 2012, 12:32:57 »

Vielen Dank.

Natürlich ist das kein gutes Argument in dem Sinne. Ich dachte aber, es wäre vllt. eine hilfreiche (?) Randnotiz. Immerhin habe ich das Studium meines Hauptfaches ja bereits erfolgreich absolviert und mein ganzer Studienerfolg hängt von dieser Arbeit ab. Vielleicht könnte man hierdurch zusätzlich auf "Menschlichkeit" hoffen. So nach dem Motto: Der Junge hat es dann gepackt, dann geben wir ihm halt die 4,0. ;)

Weißt du, wie so eine Arbeit dann "neu korrigiert" wird? Geschieht das durch mehrere Prüfer innerhalb des Prüfungsausschusses?

Aber wie auch immer: Am besten, ich hau' ne gute Arbeit raus und damit hat sich die Sache dann ohne umständlichen Prüfungsbüroweg. :)


/Edit:

Ach so, du schriebst ja, dass du nicht genau weißt, wie es von statten geht. ;)
« Letzte Änderung: 08.September 2012, 12:34:34 von DVNO »
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Konni

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2285 am: 08.September 2012, 14:27:47 »

Richtig, also ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, wie es bei Jura läuft, da ich da öfter korrigiert habe. Die Arbeiten werden selten von den Profs selbst korrigiert, sondern von Korrekturassistenten, die meist am Lehrstuhl angestellt sind. Diese korrigieren dann nach bestem Wissen und Gewissen (oder auch nicht, das ist nämlich eine Schweinearbeit und es soll wohl auch manchmal auch feste Durchfallquoten vom Dozenten geben, habe ich mal gehört...). Wenn Student_in X damit nicht zufrieden ist, weil es nur zu 3 Punkten gereicht hat (bestanden hätter er/sie erst mit 4), dann gehts eben zum Prof, der entweder die Arbeit einfach mit 4 Punkten wertet oder bei den 3 Punkten verharrt, dann aber eben die Entscheidung auch begründen muss. Dazu haben die meisten Profs keine Lust oder keine Zeit.
Wie es bei dir aussieht, weiß ich nicht. Würde ich mir auch noch keine Gedanken drüber machen sondern erst dann, wenn du es wirklich brauchst.
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DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2286 am: 08.September 2012, 14:39:31 »

Danke!

Ich habe ja ein ganz gutes Konzept herausgearbeitet. Zumindest finde ich das ganz in Ordnung. Ich hatte im ganzen Verlauf meines Studiums eigentlich nie Probleme mit Hausarbeiten. In meinem Nebenfach beträgt meine Durchschnittsnote 2,3 - was ja in Ordnung ist. Nur habe ich jetzt eben einen ziemlich strengen Dozenten, der meine letzte Arbeit (die ich eben nicht bestanden habe, daher jetzt der 2. Versuch) zum Teil mit zynischen Kommentaren versehen hat. Hier wurden Flüchtigkeitsfehler als gravierende Unwissenheit behandelt. Zum Teil waren die Formulierungen der Randbemerkungen äußerst frech und gehässig.
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Bodylove

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2288 am: 10.September 2012, 20:06:07 »

Schon ein seltsames Volk da unten: http://nachrichten.t-online.de/athen-will-reparationsforderungen-an-deutschland-pruefen/id_59423954/index
Hmm... Sollen ihre Forderungen einfach ans Deutsche Reich stellen. Gespannt ob da ne Antwort kommt...
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DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2289 am: 10.September 2012, 21:15:47 »

Viele Leute scheinen großen Erfolg als Schriftsteller zu haben. Zum Teil sind es Menschen, bei denen ich much wunder, dass sie überhaupt schreiben können.
Vielleicht schreibe ich auch einfach mal einen Bestseller. Habe da diverse Ideen. Super!
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2290 am: 10.September 2012, 22:29:18 »

Ich hab schon zwei halbfertige Romane in der Schreibtischschublade :)
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DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2291 am: 10.September 2012, 22:29:53 »

Füg sie doch einfach zusammen. Stilistischer Bruch, oder so.
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2292 am: 10.September 2012, 22:31:41 »

Von mittelalterlichen Ritter/Magiertypen und bösen Königen zu Weltraumschlachten fällt vermutlich nicht weiter auf.
Was hälst du eigentlich davon, den "Bösen" als Protagonisten und "Held" zu nehmen? :D
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Salvador

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2293 am: 10.September 2012, 22:38:54 »

Was hälst du eigentlich davon, den "Bösen" als Protagonisten und "Held" zu nehmen? :D

Diese Bücher finde ich meist sehr genial. Generell finde ich Bücher klasse, wenn der Bösewicht schlau ist und nicht so dumme Fehler macht wie in den meisten Thrillern oder Romanen - z.B. Hannibal Lecter.

Generell finde ich viele Bücher schwach im Ende, wenn der angeblich so geniale Mörder/Bösewicht/Hauptcharakter urplötzlich eine seltene Form der Massenmörderdemenz bekommt und beim zehnten Mord auf einmal die gute Idee bekommt, seine Handschuhe auszuziehen und/oder dem Opfer alle seine Taten studenlang zu schildern, obwohl er doch weiß, dass die Polizei schon einen festen Griff um seine Eier hat. Oder so ähnlich.
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DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2294 am: 10.September 2012, 22:40:50 »

Also einen Antagonisten zu nehmen? Finde ich super. :)
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2295 am: 10.September 2012, 22:43:50 »

Dachte Antagonist wäre einfach der Gegenspieler des Protagonisten, der nciht automatisch positiv besetzt sein muss, sondern halt einfach nur der Hauptcharakter.

Also bleibe ich dabei, der Protagonist ist böse.
In meinem Werk, das ich auch irgendwann mal fertig schreiben will wird die Geschichte eines übelst bösen Königs erzählt. Aus seiner Sicht. Also er ist sowas wie (Hitler x Stalin)² + Dschingis Khan. Und er gewinnt am Ende... 
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Konni

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2296 am: 10.September 2012, 23:51:33 »

Schon ein seltsames Volk da unten: http://nachrichten.t-online.de/athen-will-reparationsforderungen-an-deutschland-pruefen/id_59423954/index
Hmm... Sollen ihre Forderungen einfach ans Deutsche Reich stellen. Gespannt ob da ne Antwort kommt...

Ganz unrecht haben sie aber nicht.
Griechenland hat de facto keine Cent von der BRD erhalten, hatte aber die sechsthöchsten Ansprüche. 1945 gab es das Potsdamer Abkommen und 1946 gab es die Pariser Reparationskonferenz, auf denen deutsche Reparationszahlungen beschlossen wurden. Die weitaus größten Schäden waren in der Sowjetunion zu verzeichnen, vor allem durch die verbrannte Erde-Taktik, die Hitler seit 1943 als Handlungsdogma für Rückwärtsbewegung herausgegeben hat (Frankreich, die Niederlande und Belgien waren im Vergleich dazu fast völlig unversehrt). Jedenfalls durften sich die Sowjets nach dem Abkommen auch aus westlichen Besatzungszonen bedienen, da die eigene Besatzungszone bei weitem nicht genug verwertbare Materialien bot. Im Gegenzug für den Abbau der Industrieanlagen sollten die Sowjets die westlichen Besatzungszone mit Nahrungsmitteln versorgen. Das lehnte die Sowjetunion aber ab, da die eigene Versorgung total am Boden lag und die Versorgung der eigenen Besatzungszone schon nicht gesichert war. Sie argumentierten damit, dass die USA völlig intakt geblieben ist, da keine einzige Bombe auf amerikanisches Kernland gefallen sei und sie fähig wären, die westlichen Besatzungszonen zu beliefern.
Jedenfalls führte der Streit dazu, dass die Russen keine Reparationen mehr aus den westlichen Zonen bekamen und daraufhin ihre eigene Zone deindustrialisiert haben (mit dem Abbau der Fabrikanlagen, die dann im tiefsten Russland wieder aufgebaut wurden ging auch die "Verschleppung" von deutschen Wissenschaftlern einher. Das Wort steht deshalb in Anführungsstrichen, weil die Wissenschaftlicher größtenteils nicht gegen ihren Willen mitgenommen wurden und sie im Prinzip wie die Made im Speck gelebt haben die nächsten 10 Jahre). Dies begriffen die Westmächte dann als Chance, den ohnehin stark geschwächten Osten einzudämmen. Sie verschleppten jegliche Reparationszahlungen der BRD, wohingegen die Sowjets nicht so weitsichtig waren und sich fast vollständig aus den ostdeutschen Beständen bedienten (gerade Sachsen war ja hochindustrialisiert), um damit auch die Reparationen ihrer Satellitenstaaten (Jugoslawien, Tschechoslowakei) zu begleichen. Während also die Russen fast die gesamte Industrie abbauten, ließen die Westmächte die westliche Zone intakt, um sie gegen die Russen zu stärken.
Als es in der DDR 1953 zum Volksaufstand kam, der unter anderem durch die Ausbeutung durch die Reparationsabbaumaßnahmen ausgelöst wurde, stellten auch die Sowjets die Durchsetzung von Reparationsforderungen ein. Bereits früher, am Anfang des Jahres, wurde in London ein Schuldenabkommen unterzeichnet zwischen Deutschland und den Westmächten (Frankreich, USA und GB). Darin wurden die Forderungen vor dem 2. WK aus dem Versailler Vertrag als beglichen betrachtet (obwohl sie das bei weitem noch nicht waren) und von der Durchsetzung der Forderungen aus dem 2. WK bis auf Weiteres abgesehen.
Schon damals waren die Griechen die leidtragenden. Belgien, Holland und Frankreich waren größtenteils völlig intakt, Jugoslawien war ungefähr im selben Ausmaß zerstört wie Griechenland (vermutlich sogar etwas mehr), bekam aber von den Sowjets massive Hilfe. Griechenland stand, auch wegen seiner militärisch unbedeutenden Lage, alleine da. Die haben keinen Cent erhalten, waren nicht Teil der Wirtschaftsaufbaupläne des Westens (wieder wegen der unbedeutenden Lage zu der UdSSR) und auf sich allein gestellt.

Als der Kalte Krieg dann vorbei war, hat Deutschland bilaterale Entschädigungsabkommen unterzeichnet mit den ehemaligen Ostblockstaaten Polen, Russland, der Ukraine, Weißrussland, Estland, Lettland, Tschechien und Litauen. Auch hier blieb Griechenland völlig außen vor. Die letzte Reparationszahlung ist meiner Meinung nach 2010 überwiesen worden, seitdem ist da ein Schlussstrich drunter. Trotzdem hat Deutschland bisher jedem einzelnen Land Geld in Form von Reparationen gezahlt, außer Griechenland.

So völlig unberechtigt sind die Forderungen also im Prinzip nicht. Dass die Forderung nun ausgerechnet jetzt gestellt wird, mag für Deutsche eingeschnappt und beleidigt wirken, letztendlich ist das aber egal. Deutschland hat enormen Schaden in Griechenland angerichtet und den Griechen hat niemand geholfen, wohingegen gerade die deutschen von den Westmächten ganz erhebliche Hilfe im Wiederaufbau erhalten haben. Es kann nicht sein, dass ein Land mordend und marodierend durch Europa zieht, dabei ein anderes in Schutt und Asche legt und nachdem es dann doch besiegt wurde am Ende besser dasteht, als das Land, dass dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Nebenbei ein kleiner Fakt zur Einordnung: Deutschland hat nach 1945 in etwa 4% seiner Kriegsschäden ausgeglichen. Von diesen 4% entfallen 98% auf die DDR, die restlichen 2% (von 4) hat die BRD geleistet. Es kann also niemand behaupten, dass Deutschland schon "genug gezahlt" hätte. Klar ist die Frage berechtigt, ob diese Forderungen nicht irgendwann auch mal verjähren, aber erstens ist das keine Entscheidung die die Deutschen als Schuldner zu treffen haben und zweitens haben die Griechen im Laufe der Zeit immer wieder versucht, Reparationen zu erwirken, vor allem nachdem sie nicht in die zahlreichen Wiederaufbaupläne und Wiederbewirtschaftungspläne der Westmächte integriert wurden. Aber die Lobby der Griechen war einfach zu klein, die Interessen der Westmächte, die BRD als Schutz und Aushängeschild vor der DDR zu platzieren, waren zu stark.

Und dann kommt auch die Stimmung der Griechen, Deutschland wäre ja auch ein bisschen Mitschuld an der griechischen Misere, nicht von ungefähr. Die Griechen könnte ja auch sauer auf die Franzosen sein, aber das sind sie zu Recht nicht. In Deutschland wird ja immer so getan, als lebten die Griechen die letzten Jahrzehnte dekadent (haufenweise Beamte), verschwenderisch (14 Monatsgehälter) und als betrögen dort alle die Steuer. Naja, als die Kosten des Beamtenapparates sind in Griechenland in Relation zu Deutschland ungefähr 30% geringer, auch die 14 Monatsgehälter sind nicht so extrem, wenn mensch sich anschaut, wie hoch die eigentlich sind. Das Problem ist die deutsche Außenhandelsbilanz in Europa. Fast alle wirtschaftlichen EU-Beschlüsse haben den Export massiv gefördert, ob das nun die Zollaufhebung, der freie Verkehr von Waren, der freie Verkehr von Kapital, der freie Verkehr von Arbeitskraft oder der Zwang "zur Mindestabnahme" innerhalb der EU war. Das bedeutet, dass fast alle wirtschaftlichen EU-Beschlüsse der letzten Jahre im Interesse Deutschlands gefallen sind. Deutschland hat sich immer als Exportweltmeister gefeiert, ohne auch nur im Geringsten zu beachten, auf wessen Kosten das eigentlich geschieht. Die Griechen haben seit 20 Jahren eine negative Außenhandelsbilanz, weil sie in der EU nur billige Agrarprodukte in den Markt geben, Deutschland dafür mit ungleich teureren Rüstungsgütern, Maschinen, und technologischen Produkten den europäischen Markt dominiert. Diese negative Außenhandelsbilanz war all die Jahre bekannt und kein Problem.

Wenn heute behauptet wird, die Griechen hätten nie in die Euro-Zone aufgenommen werden dürfen, kann ich nur lachen. Ich kann aus dem Stehgreif 10 Interviewbeiträge heraussuchen, in denen Kohl, Schröder und andere deutsche Politiker unter anderem Griechenland und Co. in Kenntnis ihrer hohen Staatsverschuldung und extrem negativer Handelsbilanz unbedingt in die Eurozone lassen wollen. Griechenlands Staatsverschuldung ist ja nicht in den letzten 5 Jahren unentdeckt angewachsen, sondern in den letzten 15 Jahren durch unglaubliche Handelszahlen (insbesondere mit Deutschland) explodiert. Das war nie ein Problem, weil deutsche Banken immer wieder billig griechische Staatsanleihen gekauft haben und versprochen haben, dies weiter zu tun, wenn sie nur weiter damit die Produkte von deutschen Firmen kaufen, von denen die Banken Anteilseigner sind (und das sind sie von fast allen), sodass es den Griechen natürlich egal war.
Dann kam die Bankenkrise und die deutschen Banken sind auf einmal kurz vor dem Bankrott, weil sie auf dem amerikanischen Investitionsmarkt kräftig mitgemischt haben. Und da es den Banken plötzlich schlecht geht, wollen sie den Griechen keine Staatsanleihen mehr abkaufen, weil sie Angst haben, dass das zur nächsten Blase führen könnte, die sie dann nicht mehr überleben.
Und plötzlich stecken die Griechen weiterhin in all den Verträgen mit deutschen Firmen fest, haben ihre eigene Maschinen-Wirtschaft vernachlässigt, weil sie sich auf die deutsche Exportindustrie verlassen haben und kriegen plötzlich kein Geld mehr, um ihre Verpflichtungen im Außenhandel zu erfüllen.
Und für diese Unlogik, für diese Raffgier deutscher Unternehmen, deutscher Banken, die lieber die Griechen, Portugiesen, Spanier und Italiener verkaufen, als für ihre eigenen Fehler geradezustehen, müssen nun die Menschen in diesen Ländern, die vorher alles andere als dekadent gelebt haben (der durchschnittliche Grieche arbeitet 2 Stunden mehr in der Woche als der Deutsche), bluten. Und ganz nebenbei wird auf diesen Ländern rumgehackt, dass sie angeblich Geld vom Deutschen Steuerzahler für ihre faule Arbeit bekommen würden, obwohl das in keinster Weise stimmt. Der deutsche Steuerzahler gibt kein Geld, er gibt lediglich Garantien für Kredite ab, damit deutsche Banken weiterhin griechische Staatsanleihen kaufen können, ohne Angst haben zu müssten, dass diese platzen, damit deutsche Unternehmen (deren Teilhaber die deutschen Banken sind) weiterhin ihre Waren an europäische Staaten verkaufen können. Das ist nicht nur unglaublich ungerecht, das ist tatsächlich in gewisser Weise mit der Machtausübung der Nazis vergleichbar. Es sind keine Extremisten, die Merkel oder andere Deutsche Politiker neben Hakenkreuzen abbilden, es sind lediglich Leute, die die Wahrheit erkannt haben, die in Deutschland hinter neid-erhaschenden Pseudofakten wie 14 Monatsgehältern versteckt wird.
Wenn ich all das in Betracht ziehe, unterstütze ich die Forderung der Griechen nach deutschen Reparationszahlungen voll und ganz. Nicht weil ich will, dass Deutschland vor die Hunde geht, aber es wäre ein Funken Gerechtigkeit und es ist fast die einzige Waffe, die die Griechen gegen die Deutschen haben. Denn die Interessen der Griechen werden wiedermal, wie schon nach dem 2. Weltkrieg, von keiner Sau beachtet. Meine Hoffnung ist, dass auch Spanien, Portugal und Italien das erkennen und den Franzosen und Deutschen Druck im Kessel machen. Denn wenn diese 4 Länder aus der Eurozone ausscheiden, hat Deutschland plötzlich niemanden mehr, der ihnen ihre Waren so günstig abkauft. Dann wäre die alberne deutsche Exportwirtschaft hoffentlich auch mal am Ende und es würden hier wieder faire und angemessene Löhne gezahlt werden, damit die Binnenwirtschaft angekurbelt wird.
So, war etwas viel, musste mal raus ;)
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Don-Muchacho

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2297 am: 11.September 2012, 00:47:29 »

Muss dir da voll Zustimmen Konni, will lediglich ein zu den Reperationszahlungen anmerken:
Die Weimarer Republik ging unter anderem wegen der Reperationszahlungen und der daraus folgenden enormen Inflation (die noch andere Gründe hatte, schon klar.) vor die Hunde was es Hitler erst ermöglichte an die Macht zu kommen. Letztendlich werden die Reperationen immer von den Gewinnern bestimmt, klar waren diese Länder Teilweise völlig verwüstet, aber dann alle Schäden ausbezahlt haben zu vollen, von einem land was, grade nach dem 2. WK, selbst nurnoch Schutt und Asche ist, bringt halt auch nicht. Ohne die Russisch/Amerikanischen Spannungen und die damit verbundene Stärkung der BRD wäre bei aller Menschenliebe der Amerikaner die junge BRD spätestens in den 50er Jahren aufgrund der dann geforderten Reperationen an den selben Punkt gekommen wie die Weimarer Republik vorher. Ich halte das Prinzip der Reperationen einfach für völlig falsch, da müsste anders angesetzt werden falls, Gott bewahre, soetwas irgendwo auf der Welt mal wieder Thema ist. (Ich bin in dem Fall prinzipiell gegen Kriege, wobei die durchaus auch global gesehen positive Effekte haben, aber definitiv zu wenige. Oder die Aggressoren müssen immer gewinnen, dann gibts da auch keine Forderungen, aber das ist ja auch kein gescheites Modell.) Ich kann die Griechen mit ihren Ansprüchen verstehen, aber erstens werden das die westlichen Regierungen niemals dulden und zweitens käme es auch immer auf das Verhältnis an. 100(.000.000.000) Drölfionen Euro sind da keinem eine Hilfe aber z.B. der Aufkauf von Staatsanleihen oder ähnliches was das System wieder ins Rollen bringt (denn nur daran scheitert es in meinen Augen aktuell) wäre hingegen etwas, was ich durchaus unterstützen würde. Genauso wie ich auch für die aktuell noch "gesunden" Staaten gerne von der EU verordnete Sparmaßnahmen sehen würde, aber dafür haben die richtigen Leute zu viel Einfluss.
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DVNO

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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2298 am: 11.September 2012, 12:40:35 »

So ein Mist! Da wollte ich meiner Freundin zum Geburtstag u.a. zwei Karten für das Spiel St. Pauli - Aalen am 25.09. schenken, da es laut Homepage noch genügeng gibt (Online: Ja, Kartencenter: Ja; Stadionauslastung bei nicht mal 1/4) und habe sie darauf hingewiesen, sich an diesem Tag Urlaub zu nehmen, da erzählen die mir im Kartencenter, dass das Spiel ausverkauft sei. Argh!
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Re: Der ultimative Smalltalk-Laber-Plauderthread
« Antwort #2299 am: 11.September 2012, 12:47:07 »

Nunja, versuchs doch einfach Online zu kaufen. Ansonsten: Dumm gelaufen
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