Da es so wenige eigene Änderungen waren, hatte ich sie nicht kommentiert. War denke ich ein Fehler. Werde ich hier jetzt nachholen.
Passspiel des Stoßstürmers: Ich vertrete die Meinung, dass der Spieler mit der höchsten Mentalität - also der Spieler der am weitesten Vorne positioniert ist - auf keinen Fall direkt passen sollte. Denn direkt bedeutet nach Vorne. Ich stelle ihn daher meist etwas unter variabel ein. Naja, es läuft halt. Aber bei anderen läuft es auch anders. Mir gefällt es so.
Pressing der äußeren MZs: Diese Spieler sollen bei Ballbesitz des Gegners auch die Flügel unter Druck setzen. Sowohl die MR/L als auch die VR/L. Je nachdem wie weit der Gegner schon im Feld vorangekommen ist. Was soll ich auch mit 4 Spielern im Zentrum vor der Abwehr bei Ballbesitz des Gegners? Der Witz ist, dass einer der Äußerden immer den Ballführenden auf der Seite presst, während der andere eine Anspielstation von ihm decken kann. Dass ein Flügelspieler auf der anderen Seite vorübergehend ungedeckt ist, stört nicht weiter. Viele schnelle Flügelwechsel habe ich noch nicht gesehen.
Pressing der TJs: Mein Spiel ist meist sehr auf Ballbesitz ausgelegt. Daher störe ich den Gegner schon früh und zwinge ihn zu Fehlpässen und Ballverlusten. Sehr selten bekommt man so sogar mal eine eindeutige Chance, durch Ballabnahme am 16er. Dafür verlieren die Stürmer an Kondition. Aber einen Stürmer wechsel ich meist eh immer aus. Mir scheint der Gewinn höher zu sein, als der Verlust.
Allgemein zum Pressing: Hohes Pressing bei überlegenen Gegnern kann in einer Katastophe enden. Sollten die Gegner klar überhand haben, sind sie den anstürmenden Spielern gewachsen und Spielen durch geschickte Pässe Chancen heraus. Dennoch hat mir die Einstellung selten geschadet. Aktuell fällt mir ein Freundschaftsspiel gegen einen französischen Erstligisten ein, welches ich als 4t Ligist unschön verloren habe. Da hätte ich vielleicht runterdrehen sollen.
Aus der Tiefe kommen: Die beiden Äußeren MZs sollen gelegentlich mal in die Lücke zwischen den Stürmer oder zwischen dem OMZ und einem Stürmer oder zwischen den VR und einem Stürmer... stoßen. Dass dies alles möglich ist, spricht für die Vielseitigkeit der Taktik; Der OMZ stößt in die Lücke zwischen den TJs, welche ja auch beide eine Freirolle haben und somit nach Außen ziehen - um dem OMZ den Weg frei zu machen. Er stößt sehr oft in diese Lücke, dadurch pendelt er zwischen Gefahrenquelle im Angriff und Anspielstation im Mittelfeld (wovon sonst aber auch je genug da sind); Der Stoßstürmer kommt gar nicht aus der Tiefe. Obwohl es der schnelle und antrittstarke Spieler ist. Es ist mir wichtig, dass er als offensivster Akteur die Verteidigungslinie der Gegner auf Kurs hält. Dadurch verspreche ich mir weniger Abseitsstellungen meiner Spieler. Es sollte doch wesentlich einfach sein, eine unbewegliche Linie zu umgehen. Der TJ lauert natürlich genau auf höhe des letzten Verteidigers und durch seinen hohen Antritt bekommt er auch Chancen. Seine Freirolle unterwandert dies aber manchmal. Dennoch gefällt es mir so.
Ende Deckung der Innenverteidiger: Meine Verteidiger sind in erster Linie kopfballstark, sprungstark und weniger schnell. Enge Deckung eignet sich da. m.M.n. nicht so gut.
Freirolle der äußeren MZs: Diese Spieler sind auf den Flügeln Anspielstation der AVs und spielen wiederum die TJs auf den Flügeln an, die durch ihre Freirolle soweit rausweichen. Der Witz ist, es weicht immer nur eine Seite raus, während die andere im Zentrum bleibt. Dadurch existieren enorm viele Anspielstationen und ein ungenutzer Flügel ist größtenteils leer. Ein AV wartet dort meistens.
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen und alles ansprechend erläutert. Bei Nachfragen, Kommentaren, Verbesserungsvorschlägen oder Kritik weiterhin melden.

LG Veni_vidi_vici